Bannalec, Jean-Luc – Bretonische Verhältnisse / Bretonische Brandung (Band 1 + 2 Kommissar Dupin)

Bannalec, Jean-Luc
Bretonische Verhältnisse / Bretonische Brandung
Band 1 + 2 Kommissar Dupin
978-3-442-47927-6 / 978-3-462-04496-6
Goldmann

Inhalt Bretonische Verhältnisse:

Hochsaison in der Bretagne: Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der hochbetagte Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe … (Quelle Random House/Goldmann)

Inhalt Bretonische Brandung: Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden. Das hat Kommissar Dupin gerade noch gefehlt: eine wackelige Bootsfahrt am frühen Morgen, ein nervtötender Präfekt, zu wenig Kaffee und keinerlei Anhaltspunkte. Wer sind die Toten? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Zuerst deutet alles darauf hin. Doch dann führen die Ermittlungen den Kommissar tief in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner und bringen eine dramatische Gewissheit ans Licht … (Goldmann)

Meine Meinung/Zusammenfassung:

Es ist hier ja eher selten der Fall, dass ich zwei Romane auf einen Schlag bzw. in einem Beitrag vorstelle. Die Krimi-Reihe aus der Bretagne um Kommissar Dupin schwirrt mir schon eine Zeitlang im Kopf herum, nachdem mich eine „buchige“ Herren-Bekanntschaft (viele Grüße und Dankeschön an Holm aus Berlin) darauf aufmerksam gemacht hat, weil Kommissar Dupin unbedingt zu lesen sei. Und jetzt gab ich mir einen Ruck und holte in freudiger Erwartung die ersten zwei Bände aus meiner Bücherei.

Die Geschichte um Kommissar Dupin beginnt eigentlich schon gleich mittendrin, denn er lebt nun schon vier (?) Jahre in Concarneau in der Bretagne. Strafversetzt aus dem weltmännischen Paris.

Warum wieso, dass kann der Leser nur ahnen. Anscheinend ist Kommissar Dupin oftmals unbeherrscht und aufbrausend, vielleicht regen ihn aber auch nur die Ungerechtigkeiten, Korruption und Vetternwirtschaft so auf. Irgendwie fand ich das schade, dass ich nichts genaueres über die Versetzung, oder besser Verbannung in die Bretagne wusste.

Kommissar Dupin erschien mir ein gemütlicher Kommissar zu sein, etwas älter und gesetzter. Ich war überrascht, dass er erst zwischen 40-50 Jahre ist. Ich stelle ihn mir ähnlich wie Hercule Poirot vor, denn die Vorgehensweise der beiden ähnelt sich. Dupin will alles haargenau recherchiert und aufgelistet haben. Da ist er sehr penibel und eigen, und vor allem, trotz seiner Ermittlungserfolge, oft unverstanden. Mir erscheint er oft etwas altmodisch und ich musste mich erst mal an ihn gewöhnen. Aber spätestens im zweiten Band war ich dann „infiziert“ von Dupin und den Bretonen.

Die Würze dieser Krimis liegt eindeutig an den Bretonen. Es scheint, dieses widerspenstige Völkchen hat ein überproportionales Selbstbewusstsein, sehr zur Freude der Leserschaft. Zumindest mir gefiel dieses Setting in der Nähe von Concarneau und Pont Aven im ersten und den Glenan-Inseln im zweiten Band. Diese landschaftlichen Beschreibungen, vor allem der Glenan Inseln im zweiten Band, waren absolut faszinierend. Am liebsten hätte ich gleich die Koffer gepackt …

Sehr überzeugend wird der Lebensstil und der Alltag der Bretonen charakterisiert. Wer gerne Kaffee trinkt, sollte einen parat stehen haben, denn Kommissar Dupin ist süchtig danach und das überträgt sich auch auf die Leser, zumindest auf mich. Ja, und Hunger bekommt man auch, weil Dupin sehr gerne isst.

Von den zwei Bänden gefiel mir die erste Geschichte, ein Konstrukt um ein unbekanntes Gaugin-Gemälde und mehrere Morde, sehr gut. Im zweiten Band war die Geschichte auch gut, aber da faszinierte mich die Landschaft und die Interaktionen dieses kleinen Kosmos auf den Glenan-Inseln eindeutig mehr.

Band drei habe ich jetzt noch da liegen, und die Vorfreude ist sehr groß. Ich werde mir jetzt noch die restlichen Bände in der Bücherei holen und habe große Lust, sie alle hintereinander wegzulesen, mit einem Glas Wein oder einer Tasse Kaffee dazu.

 

Fazit:

Am Anfang ist Kommissar Dupin etwas gewöhnungsbedürftig, ich musste mich erst mit ihm anfreunden. Er ist ein altmodischer Charakter, das muss man mögen. Aber die Geschichten lassen sich insgesamt sehr gut lesen. Die Würze des ganzen ist das Völkchen der Bretonen und die Landschaft in der Bretagne. Also das weckt total die Reiselust und kulinarische Genüsse. Einen Kaffee sollte man in jedem Fall parat stehen haben …

Alles in allem: Ich werde mir die nächsten drei Bände holen und am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Sterne: Also fünf Sterne sind mir noch zu viel, dafür ist mir Kommissar Dupin etwas zu altmodisch charakterisiert. Aber beide Geschichten sind gut zu lesen, vor allem die bretonische Lebensart kommt hervorragend zur Geltung und das mag ich sehr. Zudem gibt es eine Landkarte vorne im Buch, das gibt bei mir immer Pluspunkte. Also, ich vergebe vier von fünf Sternen.

Das Buch erschien am 19. August 2013

Bretonische Verhältnisse: Link zum Buch/Verlag mit Leseprobe: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Bretonische-Verhaeltnisse/Jean-Luc-Bannalec/Goldmann-TB/e412188.rhd

Bretonische Brandung: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Bretonische-Brandung/Jean-Luc-Bannalec/Goldmann-TB/e425593.rhd

 

Kommissar Dupin
1. Band Bretonische Verhältnisse
2. Band Bretonische Brandung
3. Band Bretonisches Gold
4. band Bretonischer Stolz
5. Band Bretonische Flut
6. Band Bretonisches Leuchten
7. Band

 

 

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