Menasse, Robert – Die Hauptstadt

Menasse, Robert
Die Hauptstadt
978-3-518-42758-3
Suhrkamp

Inhalt:

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. (Quelle Suhrkamp Verlag)

Meine Meinung:

Also, dieses Buch wird schwierig zu beschreiben, weil so viele Protagonisten und Nebenprotagonisten darin vorkommen, und alle irgendwie wichtig und miteinander verbunden sind. Da fällt es schwer eine Übersicht zu behalten. Mir ist es einfach immer am liebsten, wenn es gelingt, dass ich mir die Personen im Kopf vorstellen kann, äußerlich und charakterlich. Das klappte hier nur bei wenigen Figuren. Die Namen zu den passenden Personen zu behalten war schwierig, allerdings tat dies beim Lesen keine Not, denn vieles ergab sich dann wieder aus dem Kontext heraus. Viel schwieriger wurde es, die ganzen Verstrickungen zu behalten.

Also, ich erzähle jetzt mal von den Personen, die mir im Gedächtnis blieben. Da wären zunächst der Kommissar Brunfaut, den ich mir groß und übergewichtig vorstellte, behäbig und immer am schnaufen, weil alles so schnell geht. So blieb er mir im Gedächtnis, ob er tatsächlich so beschrieben wurde, kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls wird er von einem Mord, der im Hotel Atlas in Brüssel geschehen ist, und den er untersucht, von jetzt auf gleich abgezogen und sogar beurlaubt. Das mysteriöse ist, dass der Fall komplett aus den Medien verschwindet, alle Einträge jeglicher Art werden gelöscht, sei es im Internet oder auf dem Computer in seiner Dienststelle. Der Mord existiert nicht. Kommissar Brunfaut ist zudem gesundheitlich sehr angeschlagen, das Herz, würde ich meinen. Dennoch ermittelt er weiter, und zwar mit seinem Schwager, oder war es ein enger Freund?  Jedenfalls ist besagter Schwager/Freund ein IT-Experte im Bereich Sicherheit und er kann einiges herausfinden. Das klappt am Anfang gut, und gegen Ende gar nicht. Brunfaut vermutet, dass sein Schwager/Freund ihn anlügt, warum auch immer. Das bleibt leider auch bis zum Schluss mit vielen anderen Enden offen. Meine Fragen waren, denn manches war mir nicht ersichtlich: Wurde Brunfaut tatsächlich entlassen oder nur kurzfristig beurlaubt? Hat ihn sein Schwager/Freund angelogen? Was war mit dem verpatzen Treffen auf einem Soldatenfriedhof, von dem nur der Leser weiß, dass auch der Kabinettschef des Kommissionspräsidenten Romolo Strozzi dort unterwegs war und Brunfaut an falscher Stelle war?? Hat Romolo Strozzi etwas damit zu tun? Fragen über Fragen. Dazu gibt es bald eine Querverbindung zwischen Brunfauts Großvater und David de Vriend.

Ebenso konnte ich mir den Killer gut merken, obwohl er mit drei Namen vorgestellt wird: Ryszard Oswiecki, Mateusz oder Matek, meist jedoch Matek genannt. Er ist in einem katholischen Priesterseminar groß geworden, das allerdings einer Geheimorganisation unterlag. Hier rekrutierte der Geheimdienst seinen Nachwuchs und zukünftigen Killer. Und Matek hat seit Jahren gute Arbeit verrichtet, und auch der Auftrag im Hotel Atlas wird erledigt. Etwas geht schief, er weiß nicht was, er vermutet, dass er die falsche Person getötet hat. Ich vermute, dass die Geheimorganisation ihn los haben wollte und er so mit seinem letzten Auftrag verschwinden sollte. Aber, Matek ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt und er flüchtet, wenn er auch weiß, dass er nicht auf Dauer entkommen kann. Letztendlich, so schien es mir, wussten sie Bescheid, als er in einem Kloster bei einem Freund in Krakau Unterschlupf findet. Sie lassen ihn in Ruhe, warten bis er von sich aus zu ihnen kommt. Jetzt passiert das merkwürdige oder auch nicht, wie man es nimmt, aber es belieben viele Fragen zurück: Der Zug, mit dem Matek zu seiner Organisation unterwegs ist, wird mit voller Fahrt von einem 80järhigen Selbstmörder gestoppt, und Matek, der zufällig im Gang steht, nach vorne geschleudert und so schwer verletzt, dass er stirbt!? Meine Fragen hier waren: War das tatsächlich so? Ist er an seinen Verletzungen gestorben? Was war das mit seinem Traum? Hat ihn jemand noch zusätzlich erschossen? In den Bauch geschossen? Gab es den Selbstmörder überhaupt? Und war es wirklich Zufall dass er sich vor diesen Zug warf? Fragen über Fragen.

Fenia Xenopoulou, ehrgeizig, Zypriotin oder Griechin oder beides? Sie denkt nur an ihre Karriere und verliebt sich zwischendurch in meinen Augen“ pseudo-mäßig“. Sie ist unsympathisch in ihrer Verbissenheit eine gigantische Idee für das „Big Jubilee Project“ herbei zu zaubern. Als endlich einer ihrer Mitarbeiter (Martin Susman) eine Eingebung hat, gibt sie diese als ihre Idee aus, um sich damit zu profilieren. Sie will aus dem Kultur-Ressort raus, denn das hat in Brüssel keinen guten Ruf, gilt sogar als Karriere-Killer. Dennoch, „der Schuss geht nach hinten los“, aber leider so, dass man fast noch Mitleid mit ihr hat. Fenia denkt aber schon wieder weiter und hat Aussicht auf eine neue Kommission, sie muss sich nur entscheiden, was sie ist: Zypriotin oder Griechin?

David de Vriend ist von Anfang an dabei. Er muss nach 60 Jahren seine Wohnung verlassen und zieht in ein Altenheim. Er ist dement, vergisst vieles. Als Kind, als Jude hatte er Glück im Unglück, als er von einem von Widerstandskämpfern gestoppten Auschwitz-Zug springt und ihm eine Adresse in die Hand gedrückt wird, die ihm das Überleben sichert. Aber, seine Familie bleibt im Zug zurück, weil sie sich nicht so schnell entscheiden konnte, und wird getötet. David de Vriend trägt eine Schuld in sich, überlebt zu haben, und nicht bei seiner Familie geblieben zu sein. So erschien es mir jedenfalls, eine andere Schuld konnte ich nicht erkennen? Er schreibt eine Liste, von der er Namen durchstreicht. Welche Namen auf dieser Liste stehen, kann man sich als Leser vielleicht denken. Sind es vielleicht die Namen seiner Familie? Sind es die Namen von anderen jüdischen Überlebenden? Genau weiß man es nicht. Denn man weiß ja auch nicht, ob er mit andern Shoa-Überlebenden überhaupt in Kontakt geblieben ist. Am Schluss stirbt er, in der Inhaltsangabe steht, sein Begräbnis steht für eine Epoche des Schams. Das war mir zu „hoch“. Es hatte mit seiner jüdischen Geschichte, mit Auschwitz zu tun. Die Scham, derer die begreifen? Die Scham der Opfer überlebt zu haben? Ist das Scham? Oder die Scham, wie mit Opfern umgegangen wird? Oder dass die Nationen der EU nicht aus der Geschichte gelernt zu haben scheinen? Ich konnte mir vielleicht denken, dass es mit dem „Big Jubilee Project“ zu tun hat, dass keine der EU-Nationen im Buch dieses Fest zum Gedenken an Auschwitz-Überlebende aus „nationalen“ Gründen haben will. Oder dass es für alles Statistiken und Register gibt, nur nicht für die Überlebenden? Oder dass David de Vriend stirbt, weil eine Tierschutz-Organisation einen Anschlag auf die Metro verübt? Welche Scham ist gemeint? Ich verstehe es nicht.

Martin Susman, Österreicher, blieb wegen seines Bruders, eines großen Schweinebauern in Erinnerung. Zudem hat Martin die Idee für das „Big Jubilee Project“. Er scheint sehr depressiv und alkoholabhängig zu sein. Dennoch, er denkt wie viele EU-Beamte in Brüssel. Man macht einfach weiter, auch wenn man nicht voran kommt. Die eigene Position hat einen zu hohen Nach-Außen-Stellenwert, man ist angesehen, wenn man hier arbeitet. Also, weitermachen, auch wenn man komplett desillusioniert ist. Und so kommt sein Bruder ins Spiel, Martin soll sich für eine gemeinsame Schweine-Ausfuhr stark machen, damit sein Bruder den Betrieb vergrößern kann. Denn für Schweine-Reste wie Ohren und ähnliches gibt es in China einen großen Markt. Hier wird ein Wachstum der Absatzzahlen vorausgesagt. Wenn denn nur alle Nationen der EU an einem Strang ziehen würden, anstatt dass jeder versucht sein eigenes Süppchen zu kochen. Verlierer ist am Schluss Großbritannien, die komplett leer ausgehen. Ach ja, und ganz vergessen, Martin ist auch Zeuge des Mordes, er hört den Schuss, weil er Wand an Wand mit dem Hotel Atlas wohnt. Einen zweiten Handlungsstrang gibt es zu Martins Bruder, der zur Schweine-Lobby gehört und während der Heimfahrt in einem Flüchtlingsstrom gerät, als diese die österreichischen Grenzen überlaufen um nach Deutschland zu gelangen.

Professor Erhard, in Rente, hat seine Frau vor zwei Jahren verloren, nachdem er mit ihr wieder die Liebe gefunden hatte. Das musste ich auch zweimal lesen. Einfach so, nach vierzig Jahren Ehe verliebt er sich eines Morgens neu in seine Frau? Ich hab‘s nicht verstanden, dachte zuerst es wäre eine andere Frau gewesen, aber seine Frau und neue Liebe heißt Trudie, also war es doch die Ehefrau, die er „ewig zu lieben“ gedachte, nichts ahnend, dass ihnen nur noch zwei Jahre blieben. Jedenfalls tappt Prof. Erhard etwas konfus durch die Stadt und macht sich ernsthaft Gedanken. Er ist zu einem politischen und wirtschaftlichen ThinkTank eingeladen worden, aber bereits der erste Tag zeigt, dass er dort nicht hingehört, weil er sich tatsächlich Gedanken macht und alle andere nur Mitläufer sind. Nachdem er am ersten Tag blamiert von dannen zieht, will er mit einer letzten Rede einen Paukenschlag setzen. Er zitiert dort einen verehrten Kollegen, der sich die Frage stellt, ob er diese Rede auch genau so halten würde, wenn er wüsste, es wäre seine letzte Rede? Was sagt man in seiner letzten Rede? Hat man wirklich was zu sagen oder bleibt man Mitläufer? Egal wie, Professor Erhards Rede hat es jedenfalls in sich, die Idee, Auschwitz zur neuen Hauptstadt der EU zu machen wie ein Brasilia in Brasilien, forciert lediglich seinen Rauswurf. Ich gestehe, ich fand die Idee gar nicht so schlecht. Als Gedenken, niemals zu vergessen, auf der Geschichte aufzubauen, denselben Fehler nicht zweimal zu machen, gerade in Zeiten in denen sich viele Staaten mit Nationalisten plagen, die an die Macht kommen. Und dann, war es tatsächlich unwissentlich Professor Erhards letzte Rede? War er auch an der Metro-Station, an der die Bombe hochging? Ich war mir nicht sicher und hatte auch keine Lust, es nochmal nachzulesen.

Kai-Uwe Frigge: Oh ja, der blieb sehr blass. Ein Mittvierziger, sachlich, korrekt und pedantisch, hat sein Leben durch organsiert. Wird  belächelt, aber auch bewundert. Kommt aus Hamburg, und fängt eine Affäre mit Fenia Xenopoulou an. Versucht, Fenia einen neuen Posten zuzuschanzen.

Eine wichtige Hauptprotagonistin gibt es aber noch: die Europäische Kommission und die Beamten der Mitgliedstaaten. Hier bekam ich als Leser einen ungefähren Einblick in die Arbeit dieser Kommission, wie gesagt, ungefähr und vage zugleich. Die Bürokratie, die desillusionierten Beamten, dieser ganze Apparat ist aufgebläht bis zum Knall, hat man das Gefühl. Entscheidungen werden so gut wie keine getroffen, überall gibt es Kalkül der eigenen Interessen, mal ganz abgesehen von den nationalen Interessen. Kompromisse, die es keinem mehr Recht machen. Es werden verschiedene Sprachen gesprochen, und nicht alle Wörter sind komplex in andere Sprachen übersetzbar. Die Strömungen nach nationaler Identität werden unterschätzt.

Zitat Seite 276: „Was ist Pflicht? Die Einhaltung der bürokratischen Regeln der festgelegten Verfahren? Oder die Verteidigung von Interessen, denen man verpflichtet ist oder sich verpflichtet fühlt? Alles wird zwischen den großen Rädern oben und den kleinen Rädchen unten zermahlen, und am Ende ist nichts geschehen, auch wenn das Krachen und Knirschen des Mahlvorgangs zunächst Nervosität und Aufregung verursacht.“

Das Ressort Kultur und Bildung hat überhaupt kein Ansehen und keine Gelder, und gilt als Karriereknick oder Abstellgleis ohne Befugnisse. So wird an alten Programmen herumgedoktert, die dann neu verpackt präsentiert werden. Denn Image und Bedeutung hängen von der Höhe des Budgets ab, und dieses Ressort hat kein Budget.

Die Beliebtheitswerte der Europäischen Kommission sind im Keller und was bietet sich da besser an, als sich selber groß zu feiern. Dass es eine Schnapsidee wurde, hing in meinen Augen nur von einigen Querulanten ab, die ihre Fäden richtig zu ziehen wussten.

Der Gedanke, die Basis der EU, gerät dabei ganz in Vergessenheit:

Zitat Seite 292: „Wie kann man also das Bewusstsein fördern, dass die Menschen auf diesem Kontinent europäische Bürger sind? Da gäbe es viele kleine Maßnahmen. Zum Beispiel könnte man alle nationalen Pässe durch einen Europäischen Pass ersetzen. Ein Pass der Europäischen Union, in dem der Geburtsort vermerkt ist, aber nicht die Nationalität.

Ach ja, und dann ist ja noch das Schwein, dass durch Brüssel läuft. Muss ich das verstehen? Ist das Schwein vielleicht der Geist der Europäischen Union im Sinne, mal hier mal da aber nirgends wirklich? Ein Geist geht herum, der nichts bewirkt? Oder hat das Schwein etwas mit den Bauern-Protesten zu tun? Oder mit dem Rückgang der Schweineproduktion und dem Außenhandel, von Brüssel angeregt, aber in dem jeder Staat sein eigenes Süppchen kochen will, wenn doch alle profitieren könnten?

 

Fazit:

Wenn ich jetzt, zwei Tage später darüber nachdenke, was von der Geschichte „hängen geblieben“ ist, kann ich eigentlich nur das Setting Brüssel mit der Europäischen Kommission benennen. Dieser ganze Beamtenapparat und die Bürokratie erscheinen mir hier aufgebläht bis zum geht nicht mehr. Und das weitaus schlimmere Empfinden ist, dass keine Neuerungen durchgesetzt werden können. Im Gegenteil. Im Buch wird das Beispiel der Kultur-Direktion beschrieben, ein unbeliebter Posten der kein Budget hat. So müssen Beamte die alten Projekte in ein neues Gewand hüllen. Dazu kann man sagen, außen hui und innen pfui. Kein Wunder, dass es überwiegend schlechte Kompromisse und keine wirklichen Verbesserungen gibt. Eine Weiterentwicklung der Union ist unter diesen Umständen unmöglich, wenn alle nur nationale Interessen verfolgen.

Dazu kommt, dass hier im Buch jede Nation für sich selber kämpft, jeder nur das Beste für sein Land gewinnen will. Der Grundgedanke der EU geht komplett unter. Ich weiß nicht, ob man dieses Buch gelesen haben soll oder eher denken sollte, besser hätte ich nichts davon gewusst. Oder überhaupt, wie viel davon tatsächlich den Tatsachen entspricht oder einfach nur Klischee ist. Ich meine, vorstellen dass es genauso zugeht, kann ich es mir schon.

Dieses „Drumherum“ in Brüssel und der EU-Kommission wird in eine weitere Geschichte mit vielen Protagonisten verpackt. Ich fand diese stellenweise sehr unübersichtlich und auch äußerlich wie charakterlich „flach skizziert“. So richtig vorstellen konnte ich mir keine Person, aber wahrscheinlich sind die Protagonisten auch auf jegliche Beamte dort anwendbar und es braucht keine großen Unterscheidungsmerkmale oder moralische Ausstattungen für Mitläufer und Lobbyisten.

Der Leser wird schon von Anfang vorgewarnt, dass die Idee zu den Feierlichkeiten des „Big Jubilee Project“ in einer Katastrophe enden werden. Ich finde, es war jetzt keine extreme Katastrophe, sondern einfach eine bürokratische Hürde, die nicht geschafft wurde. Natürlich schade um den Gedanken einer neuen Hauptstadt, den ich gar nicht sooo abwegig fand, aber dennoch kontrovers.

Eine kleine Affäre und familiäre Probleme, die kurz erwähnt werden, sollten wohl die in der Inhaltsangabe „großen Gefühlen“ darstellen.

Alles in allem: Was bleibt ist für mich eine einfache Innenansicht in die EU-Kommission in Brüssel, mit all ihrer Bürokratie, ihren Beamten, ihrer oft vergeblichen Wirtschaftspolitik, ihrer Nationalisten und die der faulen Kompromisse. Man mag es glauben oder auch nicht. Die Geschichte selber hat zu viele Ansätze und Verbindungen, und zu viele offene Enden.

Sterne: Diesen Einblick in die EU Kommission Brüssel kann man auch verstehen, wenn man politisch null Interesse hat. Die Charaktere sind zwar alle schwach gezeichnet, austauschbar, vielleicht aber auch ganz im Sinne dieser Geschichte, wenn man an die Mitläufer-Beamten in Brüssel denkt. Dennoch vergebe ich für diesen immerhin interessanten Einblick in die Fallstricke der EU-Kommission vier von fünf Sternen. Ab es nun Fakt oder Klischee ist, muss jeder selber entscheiden.

Das Buch erschien am 11. September 2017

Link zum Buch/Verlag mit Leseprobe: http://www.suhrkamp.de/buecher/die_hauptstadt-robert_menasse_42758.html

 

 

 

 

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