Birch, Carol – Der Atem der Welt

Birch, Carol
Der Atem der Welt
9783458175445
Insel Verlag

Inhalt:

Das Abenteuer seines Lebens. Nie hätte der junge Jaffy Brown geglaubt, der Armut und Enge im Hafenviertel des viktorianischen London zu entkommen. Doch dann begegnet er ausgerechnet dort einem entlaufenen Tiger, einem herrlichen Geschöpf auf geschmeidigen Pfoten, und sein Leben nimmt eine neue Richtung. Bald nimmt er Abschied von seiner geliebten Ishbel und heuert mit seinem besten Freund Tim auf einem Walfänger an, mit Kurs auf den Indischen Ozean und unbekannte Abenteuer. Noch ahnt Jaffy nicht, dass eine Reise vor ihm liegt, nach der nichts mehr so sein kann wie vorher. Carol Birch erzählt mit herausragender Erfindungsgabe und einer leuchtenden sprachlichen Kraft – im Kopf das wogende Meer. Die Geschichte von Jaffy Brown führt zu den Grenzen des Vorstellbaren, und sie zeigt, dass Liebe und Freundschaft alles überdauern. (Quelle Insel/Suhrkamp)

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich im Jahr 2012 gelesen, und mir schon damals Notizen dazu gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Der Höhepunkt des Buches ist das letzte Drittel, als nur ein paar Überlebende in zwei Booten wochenlang über den Ozean treiben und letztendlich zu Kannibalen werden. Die restliche Geschichte (vorher-nachher) ist einfach eine gute Erzählung in einer wunderbar schnörkeligen Sprache, wie man sie nur selten findet. Das macht das Buch auch letztendlich aus, der Sprachstil, der alles so beschreibt, so dass ich mir am Ende des Buches so erschöpft und auch verwirrt vorkam, aber im positiven Sine, als hätte ich alles selbst miterlebt. Manch einem mag dieser Schreibstil zu überladen vorkommen oder zu schwierig.

Abgesehen davon finde ich, der Buchtitel trifft leider nicht das Thema, spannend war eigentlich nur das letzte Drittel, der Schluss war zu abrupt, jedenfalls nach der vorher so ausführlichen und sprachlich „verliebten“ Geschichte.

Fazit:

Vom Sprachstil her war die Geschichte so ausfüllend, das mir jetzt der Kopf noch ganz voll damit ist und man das Buch am besten zweimal lesen sollte, mit Stift und Blatt nebendran um die schönsten Beschreibungen aufzuschreiben. Obwohl man dann wohl fast das ganze Buch abschreiben könnte. Wer also Zeit und Muße hat, sollte das Buch in aller Ruhe lesen und sich die Sätze und Wörter auf der Zunge und im Kopf „zergehen“ lassen.

Ich würde das Buch nur an besondere tiefsinnige Menschen empfehlen, die eine gewisse Detailverliebtheit lieben.

Link zum Buch/Verlag: http://www.suhrkamp.de/buecher/der_atem_der_welt-carol_birch_35969.html

 

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