Pichl, Veronika –Meal Prep

Pichl, Veronika –Meal Prep

Inhalt:

Meal Prep bedeutet, dass man mit sinnvoller Planung Mahlzeiten für mehrere Tage oder die ganze Woche vorkocht oder vorbereitet, die man dann zur Arbeit oder in die Uni mitnehmen und natürlich auch abends zu Hause genießen kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch clevere Wochen-, Tages- und Einkaufsplanung spart man Zeit. Man kauft nicht mehr spontan ungesundes Fast Food oder Snacks. Man weiß genau, was drin ist: gesunde, frische Zutaten ohne Geschmacksverstärker oder Zusätze. Und das Essen schmeckt lecker. Das Buch enthält zahlreiche Rezepte, Wochenpläne und Einkaufslisten und erklärt Ihnen darüber hinaus genau, was Sie einfrieren können, wann die Lagerung im Kühlschrank oder der Vorratskammer ausreicht, was Sie vorbereiten und die ganze Woche verwenden können. So gelingt es Ihnen, langweiliges und ungesundes Kantinenessen oder Fertiggerichte zu umgehen und sich mit wenig Aufwand leckeres Essen für mehrere Tage zuzubereiten. (Quelle Riva Verlag)

Meine Meinung:

„Meal Prep“ hörte sich für mich vielversprechend an. Und tatsächlich, es ist auch äußerst praktisch, diese Form der vorbereitenden Wochenplanung bezüglich des Essens.

Im Prinzip ist es bei mir so, dass ich dieses Meal-Prep bereits halbwegs praktiziere, jedenfalls was die normalen Mahlzeiten anbelangt. Ich denke, das ist eigentlich schon eine logische Schlussfolgerung, wenn man Familie hat und arbeiten geht. Also, ich habe da nicht jeden Tag Lust, neu zu kochen. Deswegen richte ich mich so ein, dass ich entweder so viel koche, dass es grundsätzlich für zwei Tage reicht, oder dass jeweils eine Komponente wie z.B. Kartoffeln am nächsten oder übernächsten Tag anders verarbeitet nochmal zum Einsatz kommt. Man könnte auch sagen „Resteverwertung“. Zum Beispiel koche ich zu einem Gericht normale Kartoffeln, und mache am nächsten Tag Bratkartoffeln daraus. Oder ich mache einen Braten, einen großen Braten, und dazu gibt es am ersten Tag Kartoffeln, am zweiten Tag Klöße und wenn am dritten Tag noch was übrig ist Spätzle/Reis oder auch in der Reihenfolge umgekehrt bzw. mit anderen Beilagen. Zudem nimmt mein Mann den kalten Braten in dicke Scheiben aufgeschnitten und in ein Brötchen gelegt mit auf die Arbeit. Im Prinzip habe ich also mit dem Braten einmal Arbeit und kann drei Tage davon zehren. Dazu müssen aber nach dem Essen die Reste immer gleich in einen gut gekühlten Kühlschrank. Mal abgesehen vom Braten, gerade mit den Kartoffeln, die man schält und kocht, kann man am anderen Tag immer noch etwas anderes zaubern: Kartoffelsalat (okay, schmeckt mit Pellkartoffeln besser, aber geht im Notfall auch mit normal gekochten Reste-Kartoffeln), Auflauf mit Kartoffel und Gemüse, Bratkartoffeln. Oder die Beilage Kartoffelpüree (aus frischen Kartoffeln), hier kann man am nächsten entweder Kroketten oder auch einen Auflauf draus machen.

Aber zurück zum Buch. Mein erster Eindruck war allerdings, dass es unübersichtlich ist und dass ich mich zunächst wirklich längere Zeit damit befassen musste.

Zunächst einmal gibt es eine Übersicht, genannt Wochenplan. Hier kann man sich aufschreiben, wann man einkäuft und wann man die Gerichte für die ganze Woche vorkocht. Es wird jedoch für den Anfang empfohlen, erst mal für zwei Tage im voraus zu „kochen“.

Der Kochtag ist im Buch auf den Sonntag gelegt. Das bedeutet, dass man, wenn man für eine ganze Woche vorkocht, diesen Tag wahrscheinlich komplett mit kochen beschäftigt ist. Das muss man wollen, aber dieser Tag kann mit dem persönlichen Wochen-Rhythmus variiert werden, ist ja egal, welchen Tag man sich zum vorkochen nimmt. Ich zum Beispiel mag es eigentlich, wenn ich Sonntags mal nichts kochen muss, oder nur etwas was extrem schnell geht. Denn ich habe schon manchmal das Gefühl, dass ich als Frau Sonntags in der Küche stehe, während alle andere „Freizeit“ haben. Jedenfalls kann also jeder seinen Kochtag auf einen Tag in der Woche legen, wie es beliebt.

Also, in diesem Wochenplan wird der Einkaufstag, der Koch-Tag und die Rezepte für die einzelnen Tage festgelegt. So lassen sich die Zutaten und die Einkäufe gut planen, und man hat zudem noch eine schöne Aussicht auf die Woche, praktisch wie einen Kantinenplan, nur viel gesünder und leckerer, da selbst gemacht. Es gibt im Buch zehn verschiedene Wochenpläne, die jeweils an die Situation der Köche angepasst sind. Im Wochenplan 2 zum Beispiel wird berücksichtigt, dass kein Gefrierschrank zur Verfügung steht, dass die Rezepte vegetarisch sind und dass sie auch auf der Arbeit in der Pause erwärmt werden können.

Hier beschreibe ich mal den Aufbau des Buches: Wochenplan, Bedarfsliste, Rezepte, Meal-Prep-Tag. Für manche Pläne sind zwei Meal-Prep Tage erforderlich, je nachdem wie groß der Aufwand bzw. die Haltbarkeit für die Rezepte ist.

Wochenplan:

Als erstes wird der Wochenplan gezeigt, mit seinen Anforderungen zum Beispiel dass es keinen Tiefkühlschrank gibt oder dass die Rezepte vegetarisch sind. Der Wochenplan gibt den Einkaufstag und den Meal-Prep Tag vor, also der Tag an dem alles vorgekocht wird. Dieser Vorkochtag ist hier Sonntags, aber man kann natürlich das ganze einen oder ein paar Tage verschieben, je nach persönlichem Gusto. Ebenfalls werden die Rezepte für die Woche vorstellt.

 

Bedarfsliste:

Hier sind die Zutaten aufgelistet, die für die Rezepte erforderlich sind.

 

Rezepte:

Es werden die Gerichte vorgestellt, die man für diese Woche vorbereitet.

 

Meal-Prep-Tag:

Das ist der Tag, an dem alle Gerichte für die kommende Woche vor-gekocht werden, soweit dies unter dem Aspekt der Haltbarkeit möglich ist. Manchmal kommt noch ein kleiner zweiter Meal-Prep-Tag dazu, wobei man eher Meal-Prep Stunde sagen müsste, da meist nur noch Kleinigkeiten vorbereitet werden müssen.

 

Ein Beispiel aus dem Buch für eine Woche Meal-Prep anhand des „Wochenplan 2“:

Hier im Buch auf Seite 37/38/39 ein Beispiel für diesen Wochenplan mit der Bedarfsliste 1 – das bedeutet, hier sind die Zutaten für die ersten zwei Tage aufgelistet.

Dann werden wie hier auf Seite 40/41 die Rezepte vorgestellt, beginnend mit zum Beispiel Karotten-Fenchel-Curry. Am Schluss des Rezeptes gibt es Tipps für die Dauer der Aufbewahrung. Der Obstsalat im Schraubglas ist so also 2-3 Tage haltbar, hier bin ich mir nicht sicher, ob das Obst nicht matschig wird, werde es aber auf alle Fälle mal ausprobieren. Denn wenn es funktioniert, hat man für drei Tage eine schöne Zwischenmahlzeit, Mahlzeit oder ein gesundes Dessert.

Dann gibt es den Meal-Prep Tag 1 für die Rezepte von Montag bis Mittwoch im zeitlichen Überblick, wie hier auf Seite 51-54 und die Bedarfsliste auf Seite 55. Dies bedeutet, hier ist nun der im Buch beispielhafte angenommene Sonntag als Meal-Prep-Tag, also der Tag, an dem alle Mahlzeiten für die kommende weitgehend vorbereitet werden. Dies ist minutiös durchgeplant, wie man ersehen kann.

Die Bedarfsliste 2 ist für die Tage Donnerstag bis Freitag, wobei einige Komponenten wie zumBeispiel gekochte Eier schon am Meal-Prep Tag 1 mit vorgekocht wurden, da sie sich ja lange halten.

Und dann gibt es noch den Meal-Prep Tag 2 auf Seite 62. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob dieser zwischendurch oder zwischen dem dritten und vierten Tag durchgeführt wird. Die Gerichte mit den Spaghetti als Zutaten werden jedenfalls für Freitag und Samstag gebraucht. Allerdings ist der Meal-Prep-Tag 2 auch nicht aufwendig und erfordert höchsten eine Stunde.

 

Ich bin mir nicht sicher, ob ihr das verstanden habt? Wie bereits erwähnt, fand ich die Übersicht sehr unübersichtlich und ich musste mich richtig einlesen. Zudem wirkt es auch noch kompliziert. Ich könnte mir besser vorstellen, dass ich mir meinen eigenen Plan machen würde, was den Aufwand wie ich finde, aber erhöhen wurde.

Ein Problem, was einige vielleicht haben werden, ist die Frage nach Schimmelbildung oder Mindesthaltbarkeit. Solange alles nach dem Erwärmen zügig wieder runter gekühlt wird, sollte es meiner Meinung kein Problem sein. Ich denke als Beispiel immer an Restaurants: Hier wird sicherlich nicht nach einem Tag alles weggeworfen! Im Gegenteil. Wenn man als Beispiel mal selbst gemachte Klöße und dazu Gulasch nimmt. Es werden zwanzig Klöße von Hand zubereitet. Jetzt kommen am ersten Tag aber nur drei Gäste die das essen wollen. Landet der Rest im Müll? Nein! Die restlichen Klöße kommen in den Kühlschrank und werden am nächsten und übernächsten noch angeboten. Dasselbe mit verschiedenen Salaten. Die Reste von Sonntags werden gekühlt und an anderen Tagen verwendet. Deswegen achte ich darauf, dass ich nur dahin essen gehe, wo auch ein guter Umsatz ist, denn ich hätte keine Lust, Donnerstags oder Freitag noch die restlichen Klöße von Sonntags zu essen, auch wenn sie gekühlt und noch einwandfrei sind. Und das gleiche kann man auch zu Hause machen.

Laut dem Buch soll sich die Arbeitsweise ja irgendwann verselbständigen, auch mit eigenen Rezepten, so dass man sich seine Woche mit den Lieblingsrezepten selber plant.

 

Fazit:

Ich finde das Buch relativ unübersichtlich, obwohl es doch übersichtlich zu wirken versucht. Das ist mein erster Eindruck. Ich musste mich eine zeitlang richtiggehend einlesen, bis ich das Prinzip hier im Buch verstanden habe. Ich meine, eigentlich ist es ja einfach: ich überlege mir einen Tag, hier im Buch ist es der Sonntag, an dem ich alle Gerichte für die kommende Woche vorbereite, so dass ich nicht mehr unter der Woche kochen muss. Tolle Idee! Das Prinzip ist, an einem Tag möglichst alle Rezepte fertig zu stellen.

Im Buch sind die verschiedenen Wochenpläne durch dezent farbliche Seiten gekennzeichnet. Der Aufbau ist folgendermaßen: Wochenplan, Bedarfsliste, Rezepte, Meal-Prep-Tag. Für manche Pläne sind zwei Meal-Prep Tage erforderlich, je nachdem wie groß der Aufwand bzw. die Haltbarkeit für die Rezepte ist. Eine ausführliche Beschreibung ist oben im Text.

Mit der Haltbarkeit ist es so eine Sache. Vieles lässt sich aber 2-3 Tage im Kühlschrank aufheben, oder auch tiefgefrieren. Da ich berufstätig bin und Familie habe, wende ich dieses Prinzip schon länger bei den Hauptmahlzeiten an, wie ich oben im Text bereits erwähnt habe. Dazu muss man aber bereit sein, verarbeitete Gerichte 2-3Tage im Kühlschrank aufzuheben. Ich weiß zum Beispiel, dass meine Schwester so was niemals machen würde, weil sie denkt, es würde sich Schimmel bilden. Ich weiß auch von Personen, die niemals ein Gericht zweimal aufwärmen. Ich bin jedoch der Meinung, dass, wenn es nach dem aufwärmen gleich runter gekühlt wird, kein Problem sein sollte und bei uns bisher auch kein Problem war.

Die Rezepte im Buch sind alle total lecker und appetitlich präsentiert. Einige davon werde ich sicherlich ausprobieren, aber ohne Meal-Prep. Um für mich als Familie Meal-Prep in diesem Umfang zu  praktizieren, bräuchten wir einen größeren Kühlschrank. Zudem praktiziere ich Meal-Prep im kleinen Umfang für unsere normalen Hausgerichte; ich würde es vielleicht auch „Reste-Verwertung“ nennen. Für eine Woche allerdings habe ich noch nicht vorgekocht, bin aber immer mal wieder dabei, einen Wochenplan an Rezepten zu erstellen.

Alles in allem: Insgesamt gesehen war mir das Buch trotz aller versuchten Tools zur Übersichtlichkeit wie verschieden farbige Seiten oder Zeitplänen, zu unübersichtlich. Die Rezepte allerdings sind alle lecker präsentiert, wie auch das ganze Buch überhaupt sehr schön „aufgemacht“ ist, mit diesen frischen Farben und appetitlichen Abbildungen.

Sterne: Wie so oft hätte ich für die Idee gerne fünf Sterne gegeben, ebenso wie für die einzelnen Rezepte, die wirklich sehr einladend dargestellt werden. Insgesamt aber ist mir dieses Buch einfach zu unübersichtlich. Meal Prep erfordert eine strukturierte Vorgehensweise, jedenfalls wenn man für eine Woche vorkochen möchte.

Das Buch erschien am 14. August 2017

Link zum Buch/Verlag: https://www.m-vg.de/riva/shop/article/13194-meal-prep-gesunde-mahlzeiten-vorbereiten-mitnehmen-und-zeit-sparen/

 

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