Aaronovitch,Ben – Die Flüsse von London (Band 1 Peter Grant)

Aaronovitch,Ben
Die Flüsse von London
Band 1 Peter Grant
978-3-423-21341-7
Dtv

Inhalt:

Ein Polizist als Zauberlehrling: Peter Grant ist frischgebackener Police Constable in London. Eines Nachts wird er nach Covent Garden zum Tatort eines grausigen Mordes beordert. Dort begegnet er einem Geist, der behauptet, Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Peters Hang zum Magischen und seine Begegnung mit dem Übernatürlichen ruft den letzten Zauberer Englands auf den Plan: seinen Vorgesetzten, Polizeiinspektor Thomas Nightingale. Der führt Peter in die Grundlagen der Magie ein. Ab jetzt wird Peters Leben um einiges komplizierter.

Magische Ermittlungen: Londons Wasseradern – in Ben Aaronovitchs “Die Flüsse von London“ erhalten sie ein Gesicht. Wer hätte geahnt, dass der Themsegott und die Themsegöttin einander spinnefeind sind und ihre Zwistigkeiten auf ihre Nachkommen, alle kleineren Zuläufe und Kanäle des weitläufigen Londoner Flussnetzes, übertragen? Ausgerechnet Peter soll zwischen den Lagern vermitteln. Keine leichte Aufgabe, insbesondere da eine der Flusstöchter unwiderstehliche Reize besitzt … Gleichzeitig dauern die Ermittlungen im Covent-Garden-Mord an, dem bald weitere schaurige Taten folgen. Irgendjemand (oder etwas?) sät Bosheit und Gewalt in der Stadt. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit, zum ungesühnten Mord an einem Schauspieler, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand. (Quelle dtv)

Meine Meinung:

„Die Flüsse von London“ ist eigentlich ein verwirrender Titel, da er etwas ganz anderes suggeriert als man erwartet. Da ich aber den fünften Band der „Peter Grant Reihe“ zufälligerweise im letzten Jahr als erstes gelesen habe, wusste ich ja, was auf mich zukommt. Leser, die aber das Buch anhand des Titel und Covers „einschätzen“, könnten sich des Themas vertun.

Aaronovitch,Ben
Die Flüsse von London
Band 1 Peter Grant
978-3-423-21341-7
Dtv

Ich nehme es gleich vorweg, hier im ersten Band des Polizei-Anwärters der London Police, Constable Peter Grant, sind die Flüsse von London keine einfache Flüsse, sondern magische Lebewesen in Form von personifizierten Menschen. Das muss man sich erst einmal vorstellen. Es gibt eine Mutter und einen Vater Themse und die Kinder Tyburn, Fleet, Beverly Brooke … Diese Flüsse gibt es übrigens wirklich.

Im letzten Jahr las ich durch Zufall und angelockt durch den schönen Titel „Fingerhutsommer“  (*hier Rezi*) den fünften Fall von Peter Grant. Dieser gefiel mir so gut, dass ich mir die ganze Zeit schon vornahm, auch die Anfänge dieses magischen Ermittlers zu lesen.

Also, Peter Grant ist wie oben  bereits erwähnt, ein uniformierter „Bobby“ der Londoner Polizei und zunächst noch wohnhaft mit anderen Kollegen im Polizeiwohnheim. Aufgrund seiner „gemischten ethnischen Herkunft“ (er hat eine dunkle Hautfarbe, Kraushaar und dicke Lippen) nennt Kollegin Lesley ihn ein attraktives „Obama-Double“.

Anders als geplant wird er, nachdem er einen Geist (!) gesehen hat, unglaublicherweise in einer besonderen Abteilung für magische Vorfälle eingesetzt. Diese besteht aus einem einzigen Mitarbeiter der auch gleichzeitig der Chef ist: Thomas Nightingale, um die 40 Jahre alt, breite Schultern, braune Haare und ca. 1,80, groß.

Die Abteilung, bzw. das Büro oder die Einsatzzentrale sind nicht in einem normalen Polizeirevier, sondern in einem separaten Haus in der Innenstadt untergebracht, dem sogenannten „Folly“, das Haus der Magie seit 1775. Ein alt-ehrwürdiges Haus mit der merkwürdigen, aber netten Bediensteten Molly, die wie ein edwardianisches Dienstmädchen gekleidet ist. Sie ist angeblich unersetzlich im Folly, hütet aber auch ein Geheimnis. Jedenfalls darf Peter Grant nun hier einziehen, inklusive Frühstücks-Service. Sein Chef Nightingale fährt als Dienstwagen übrigens einen Jaguar.

Und dann beginnen auch schon die Ermittlungen im Fall eines Serientäters, der anscheinend Magie zur Hilfe nimmt. Der Leser geht mit Peter Grant und Thomas Nightingale in unbekannte Ecken Londons. Die Schauspielerkirche, die es auch tatsächlich gibt, wird St Pauls Church (Covent Garden) genannt. Auch den im Buch auf Seite 266 beschriebene Park (ehemaliger Friedhof) in der Bedford Street kann man auf goolge maps ausfindig machen, direkt hinter der St Pauls Church. Jedenfalls gibt es da einen Park zu sehen, ob der aber so ist, wie im Buch beschrieben, weiß ich nicht. Wer genaueres weiß, darf sich gerne bei mir melden. Vor der Kirche habe ich auf den Stadtplan auch zufälligerweise einen Pub namens „Punch & Judy“ entdeckt (nachgeschaut auf google maps 22.3.2017). Dies ist, wie ich nachlesen konnte, ein  Kasperl-Theaterstück, das auch hier in der Geschichte eine große Rolle spielt.

Aaronovitch,Ben
Die Flüsse von London
Band 1 Peter Grant
978-3-423-21341-7
Dtv

Fazit:

Die Geschichte lässt sich leicht, aber auch öfters langatmig lesen. Dennoch gefiel mir das Setting das in unbekannte Ecken Londons führt und die magischen Ermittlungen. Die Geschichte ist ein Gesamtpaket aus Krimi, Londoner Stadtszenen und Magie. Ungewöhnlich sind sicherlich die weiblichen Flussgöttinnen, so etwas liest sich auch nicht alle Tage.

Alles in allem freue ich mich auf den zweiten Band und hoffe, dass dieser vielleicht etwas „knackiger“ und spannender wird, und nicht so träge wie ein ruhiger Fluss.

Link zum Buch/Verlag: https://www.dtv.de/buch/ben-aaronovitch-die-fluesse-von-london-21341/

 

Reihenfolge Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant
Band 1 Die Flüsse von London
Band 2 Schwarzer Mond über Soho
Band 3 Ein wispern unter der Baker Street
Band 4 Der böse Ort
Band 5 Fingerhutsommer
Band 6

 

 

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