Khan, Yasim – Die Persische Küche

Khan, Yasim
Die Persische Küche
978-3-8310-3156-6
Dorling Kindersley

Inhalt:

Yasmin Khan, Autorin des Buchs „Die Küche Persiens“, präsentiert ein Kochbuch der persönlichen Art. Über 80 vielfältige und atemberaubende Rezepte aus Persien, gespickt mit zahlreichen faszinierenden Geschichten von Land und Leute. Die kulinarische Reise beginnt bei den Vorspeisen, wie orientalisches Dattel-Zimt-Omelette, erstreckt sich über Hauptgerichte, wie geschmorte Lammschulter mit Limetten und Erbsen, und endet bei den Desserts, wie himmlischer Orangenblütenpudding mit Dattelsirup. Dazwischen reiht sich ein Porträt Teherans an einen Bericht über die Familie Esfiani, die Safran anbaut – zahlreiche weitere kurze Erzählungen und tolle Fotos fangen Land und Kultur Persiens auf einzigartige Weise ein. Diese Reise bringt einem den Nahen Osten tatsächlich näher. (Quelle Dorling Kindersley Verlag)

Meine Meinung:

Vor ein paar Monaten habe ich mit einer Freundin zusammen Persisch gekocht. Es gab Rezepte, die ich auch in diesem Buch hier wiedergefunden habe, auch wenn wir ein anderes persisches Kochbuch zur Rate gezogen haben. Bei „persisch kochen“ denke ich automatisch an Rosenwasser und Safran. Das Rosenwasser machte mir ein wenig Kopfzerbrechen, da es ein Geschmack ist, an den ich mich immer noch gewöhnen muss. Das gilt generell für Lebensmittel mit Rosen-Destillaten. Wir hatten dann auch überlegt, es weg zu lassen, aber dann entschlossen, „authentisch“ zu bleiben. Meine Freundin hatte es in einem türkischen Geschäft besorgt (okay, das ist nicht „authentisch“), und ich kann sagen, es rundete den Geschmack einfach ab, auch wenn es so komplett anders mundete. Vor kurzem war ich zudem auf einer Gartenausstellung, und dort gab es selbstgemachtes Rosenwasser. Ich kam mit der Herstellerin ins Gespräch, und sie meinte, es gäb himmelweite Unterschiede. Das kann ich mir jetzt auch gut vorstellen, und als ich kurze Zeit später mit meiner Freundin telefoniert habe, stellte sich heraus, dass sie zwischenzeitlich auch zu diesem Ergebnis kam.

Da sie an der „Quelle“ sitzt (sie hat einen persischen Bekannten), kam ich auch in den Genuss des Kräuter-Bouquets. Sie hatte mir schon vorher davon berichtet, und ich konnte mir das eigentlich nicht vorstellen, aber es ist tatsächlich so. In der persischen Küche bzw. bei Tisch gibt es immer eine „gemischte Kräuterplatte“, die in die Mitte des Tisches gestellt wird. Im Buch ist so eine auf Seite 54 mit einer Erklärung abgebildet, und ich musste lächeln als ich diese sah, denn genauso hatten wir es bei unserem Kochabend auch gemacht. Jeder kann sich selber bedienen, und zupft mit der Hand verschiedene Kräuter ab, und die kommen nicht auf den Teller sondern direkt in den Mund. Es gibt kein Dressing dazu! Sie werden roh gegessen. Des weiteren gab es eine Art „Mixed Pickles“ die aber sehr sauer und scharf eingelegt waren. Die aß man auch einfach so dazu. Eines der Hauptgerichte war der persische Reis (Tahdig), der ja fast schon die meiste Arbeit machte. Soviel Aufmerksamkeit widmete ich noch nie für Reis. Auf Seite 136 bis 141 ist dieses aufwendige Rezept erklärt. Ich meinte, wir hätten hier zu dem Reis das Rosenwasser verwendet, bin mir aber nicht mehr sicher. Im Rezept im Buch steht es jedenfalls nicht bei den Zutaten dabei. Auf alle Fälle kamen hier die Berberitzen hinein. Der Geschmack mit dem Reis und dem Rosenwasser ist dann auch ungewöhnlich, aber lecker. Das zweite Hauptgericht fand ich nur in abgewandelter Form im Buch, es gab Safran-Hähnchen in Jogurt mariniert und gebacken. All das war ein tolles Geschmackserlebnis, auch wenn es für unseren Gaumen gewöhnungsbedürftig ist, kann ich mir gut vorstellen, mich daran zu gewöhnen.

Jedenfalls war nach diesem Koch-Erlebnis  klar, dass mir dieses Buch gleich in Auge fallen musste.

Dieses Kochbuch ist vom Cover gesehen ein opulentes Werk. Dieses blau-golden verschnörkelte und edle Design  erinnerte mich ein wenig ein Kasachstan, hier gibt es Schokolade die ähnlich blau-gold verpackt ist.

Der Inhalt ist dezenter, ohne Goldeinsätze, aber dennoch sehr anschaulich und sehr übersichtlich. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto, und unter dem Rezeptnamen steht das Gericht in persischer Sprache.

Sehr informativ und gelungen finde ich die „internen“ Landesinformationen über das entsprechende Rezept, ich mag sowas bei Kochbüchern sehr. Dazwischen finden sich auch immer noch Geschichten über das Land, zum Beispiel „Rascht – Geschichten von Reisfeldern und Teeplantagen“ oder „Täbris – Geschichten von Milch und Honig“ etc.  Dieses Wissen rundet das Kochbuch in wunderbarer Weise ab.

Auf alle Fälle ist auch eine Landkarte mit dabei, zwar sehr „grob“ gezeichnet, aber immerhin. Das findet sich in Kochbüchern auch selten.

Hier kommt eine kleine Fotogallerie, einfach zum vergrößern und anschauen anklicken:

 

Fazit:

Dieses Kochbuch kommt auf meine Wunschliste, ich muss es haben. Allein das Cover verführt zum anfassen und zum blättern. Die Fotos sind appetitanregend, zudem gibt es informative Erklärungen von der persönlichen Erfahrung der Autorin zu den Rezepten. Ich würde sagen, eine „Art persönliches Wohlfühl-Kochbuch“, das in mein Regal muss.

Lieblings-Kochbuch.

Link zum Buch/Verlag: http://www.dorlingkindersley.de/titel-0-0/die_kueche_persiens-2808/

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