Fuhrmann Dr. , Joel – Gesunde Kids durch Powerfood

Inhalt:

Mit einer nährstoffreichen Ernährung zu einem gesunden Leben ohne Krankheiten Der renommierte Arzt, Ernährungs-Wissenschaftler und Bestseller-Autor Dr. Joel Fuhrman stellt in diesem Buch sein nährstoffreiches Ernährungsprogramm speziell für Kinder vor. Es stärkt die Abwehrkräfte von Kindern gegenüber Infektionskrankheiten und kann das Auftreten von chronischen Leiden wie Asthma, Ohrentzündungen und Allergien verhindern. Dr. Fuhrman erklärt, welche Nahrungsmittel Ihre Familie gesund erhalten. Dabei zeigt er, wie die Wahl bestimmter Lebensmittel und der Verzicht auf andere sich positiv auf das körperliche Wohl und die kognitive Leistungsfähigkeit Ihrer Kinder auswirkt. (Quelle Unimedica)

Meine Meinung:

Eigentlich dachte ich, dieses Buch wäre ein Kochbuch. Ich hatte also falsche Erwartungen und war so überrascht, dass erst im letzten Drittel des Buches ein paar Rezepte auftauchten. Dies war aber überhaupt kein Problem, da das Thema sehr interessant war, wenn es auch manchmal etwas „reißerisch“ dargestellt wurde. Deswegen habe ich hier meine Meinung sehr ausführlich geschrieben, damit sich jeder selber ein ungefähres Bild machen kann.

Dieses Buch ist vor allem für Eltern mit Kindern, bzw. für alle Personen, die mit Kindern zu tun haben, lesenswert. Dr. Joel Fuhrmann fasst insgesamt noch mal vieles zusammen, was für „richtige“ und gesunde Ernährung wichtig ist. Nach Berichten über seine Familie (3 Kinder), hatte ich den Eindruck, dass er sehr engagiert für sein Ernährungs-Konzept eintritt, und dies auch sehr rigoros zu Hause umsetzt. So hat eines seiner Kinder z.B. während eines Ausfluges gefragt, als andere Kinder Naschereien und Fast-Food bekamen, ob diese Eltern ihre Kindern nicht lieben würden, weil sie ihnen so „schlechtes“ Essen geben würden. Natürlich steckt da ein Körnchen Wahrheit drin, aber mir erschien es einfach völlig übertrieben. Ich hatte zudem das Gefühl, dass er kein kleines bisschen von seiner Linie abweicht.

Zitat Seite 9: „Meine vier Kinder … Sie wussten, das grünes Gemüse zum Aufbau des körpereigenen Immunsystems unverzichtbar ist, damit es uns vor gefährlichen Krankheiten schützen kann und wir bis ins hohe Alter gesund bleiben. Sie wissen, dass grünes Gemüse mehr Nährstoffe pro Kalorie hat als jedes andere Nahrungsmittel und das wir deshalb jeden Abend zum Abendessen einen Salat und gedämpftes Gemüse essen. …“

In diesem Buch geht es vor allen Dingen um die Gesundheit der Kinder. Dass heute generell zu viel Antibiotika verschrieben werden, damit hat sich wahrscheinlich schon jeder auseinander gesetzt. Ich kann den Standpunkt des Autors gut verstehen, denn auch ich bin Antibiotika generell abgeneigt und versuche, solange es mir möglich ist, ohne auszukommen und lehne auch oft ab, wenn ein Arzt mir oder meinen Sohn diese verschreiben will. Dass aber, wie  Dr. Joel Fuhrmann sagt, ein Kind 10-20 Erkrankungen im Jahr hat, (unter anderen Mittelohrentzündungen) die jedes Mal eine Antibiotika-Behandlung erfordert, dass kann ich nicht glauben. So oft kann doch kein Arzt Antibiotikum verschreiben! Das wäre ja im Monat 1-2 mal, also, das empfinde ich als effekthaschend im Sinne des Buches …

Zitat Seite 4: „Es ist meine Mission und meine Leidenschaft, diese entscheidenden Informationen allen Eltern zur Verfügung zu stellen und ich werde mein Wissen nicht weichspülen. Die Wahrheit ist äußerst wichtig. Dieses Buch zeigt ihnen die Wissenschaft und die Lösung …“

 

Das Buch ist in drei große Kapitel aufgeteilt:

Kapitel 1: Was ist eine optimale Ernährung

Kapitel 2: Kinderkrankheiten durch Ernährung vorbeugen und behandeln

Kapitel 3: Die Ursachen von Krebs und anderen Krankheiten verstehen

Kapitel 4: Ernährung der Familie mit dem Ziel der optimalen Gesundheit

Kapitel 5: Gesunde Gerichte die Kindern schmecken

 

Zu Kapitel 1  Was ist eine optimale Ernährung

Oft wird unter einer optimalen Ernährung verstanden, dass man das, was dem Körper fehlt, mit Vitamintabletten und Zusatzstoffen unterstützt. Hier kann ich Dr. Joel Fuhrmann nur zustimmen, warum gibt man seinen Kindern oder warum nehmen auch Erwachsene solche künstlich erzeugten Präparate ein, wenn doch das normale Obst und Gemüse diese Wirkstoffe enthalten und dazu noch viele andere Nährstoffe dazu!? Ein großes Problem hierbei ist die Nahrungsmittelindustrie, die uns oft für „dumm“ verkaufen will. Darauf wird im Buch aber nicht weiter eingegangen, aber ich habe mich schon öfter mit diesem Thema befasst. Wer weiß schon heute, was in allen bearbeiteten Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, enthalten ist?

Alles wird verschleiert hinter irgendwelchen Namen, die sich schön anhören und uns „Gesundheit“ suggerieren, aber auf eine ekelhafte Weise produziert werden. So dachte ich immer an Zitronen, wenn Zitronensäure als Inhaltsstoff deklariert wurde. Der Crux ist aber, dieser Stoff wird künstlich hergestellt, und zwar aus Schimmelpilzen! Nachzulesen zum Beispiel unter „Zusatzstoffe-online“. Der Autor beschreibt auch „Prozessierte Lebensmittel“, das sind Nahrungsmittel, die extra „entwickelt“ werden. Die Liste mit unbearbeiteten Lebensmitteln wird immer weniger. Als Beispiel nimmt man die Frühstücks-Cerealien, Cornflakes, Powerriegel etc. Überall wurden „gesunde“ Vitamine und Mineralstoffe zugeführt. Aber sie enthalten nicht die einzigartige Kombination tausender Phytostoffe, die sich im Salat oder Obst befinden. Zudem ist der Autor überzeugt, dass die Ernährung in jungen Jahren, ja sogar in der Schwangerschaft die Intelligenz beeinflussen kann.

 Zitat Seite 16: „Aus dem was wir essen wird das Baumaterial unsere Zellen gemacht. Und irgendwann sind wir, was wir essen.“

 Zitat Seite 18: „Moderne Gesellschaften ernähren sich fast ausschließlich von prozessierten Nahrungsmittel. Diese Nahrungsmittel wurden entwickelt, um die Anforderung von Massenproduktion, Haltbarkeit, Ökonomie und Massengeschmack zu erfüllen. Diese unechten Nahrungsmittel ähneln in keiner Weiser realer Nahrung, die die Natur hervor gebracht hat. Egal wie viele Vitamine oder Mineralstoffe den Power-Riegeln oder den Frühstückszerealien  zugefügt werden, sie enthalten immer noch nicht die einzigartige Kombination tausender empfindlicher Phytonährstoffe, die man in einer Erdbeere oder einem Salatblatt hat.“

 Zitat Seite 20: „Tierische Produkte und Prozessierte Lebensmittel enthalten fast keine Antioxidantien, Bioflavonoide, Carotinoide, Folat, Vitamin C, Vitamin K oder die Tausende Phytochemikalien, die für normale Zellen notwendig sind um eine Beschädigung der DNA vorzubeugen.

Weiter Themen die angesprochen werden:

-Fette: Tierische Fette, gesättigte Fette, Trans-Fette und jeweils eine kleine Liste mit den verschiedenen Lebensmittel, die diese Fette enthalten

-Acrylamid

-Nüsse und Samen

-Zuckerhaltige Getränke

-Ernährung und das Gehirn

-Salz/Natrium Konsum in Verbindung mit Bluthochdruck und Schlaganfall

-Proteine (mit kleiner Liste)

-Kalziumgehalt beliebter Nahrungsmittel

Zusammenfassend zu Kapitel 1 kann ich sagen, dass alles interessant und flüssig zu lesen ist, dass ich nicht viel Neues entdecken konnte. Vieles hat man „irgendwo“ und „irgendwann“ schon mal gehört. Dennoch wird einem beim Lesen bewusst, wie wenig man sich doch mit dieser alltäglichen Materie beschäftigt.

 

Kapitel 2: Kinderkrankheiten durch die Ernährung vorbeugen und behandeln

Wir leben in einer Gesellschaft, die Tabletten gewöhnt ist. Geht es uns nicht gut, lassen wir uns etwas vom Arzt verschreiben. Der eine mehr, der andere weniger. Gut informierte Leser wissen auch um den Plazebo-Effekt. Dr. Joel Fuhrmann erinnert generell, dass eigentlich jedes Arzeneimittel auch eine gewisse Toxizität besitzt. Auch pflanzliche Heilmittel können toxisch sein. Eine seiner drastischen und übertriebenen Ideen, vielleicht auch ironisch gemeint:

Zitat Seite 49: Es wäre eine bessere Idee, Antibiotika unangemessenerweise Gesunden zu geben und nicht die an einem Virus erkrankten mit  solch potenziell gefährlichen Arzneimitteln zu belasten.

Ein paar Seiten handeln vom Thema ADHS und Dr. Fuhrmann ist der Überzeugung, dass man dies mit der richtigen Ernährung heilen kann. Ich gestehe, ich bin da skeptisch.

Zitat Seite 50: „Ich habe durchaus positive Ergebnisse mit diesen Kindern erzielt, wenn sie mein Ernährungsprogramm befolgten. Die wissenschaftlichen Studien, welche den Behandlungsansatz von ADHS über die Ernährung unterstützen, werden von Ärzten ignoriert und oft sind Medikamente die einzig angebotene Methode.“

Es gibt einen Anti-ADHS Ernährungsplan, und obwohl ich nicht wirklich daran glaube, kann man aber andererseits auch nichts falsch machen. Gesunde Ernährung ist immer, nun ja, gesund.

Sehr interessant fand ich das Thema „Omega-3-Fettsäuren und DHA, und versuche seit dem ich darüber gelesen habe, jeden Tag meinen Natur-Jogurt mit einer Nussmischung aus Walnüssen, 1TL Sesamsamen und 1TL Leinsamen zu essen. Da ich von einem „persischen Kochabend“ mit einer Freundin noch getrocknete Berberitzen (sehr hoher Vitamin C Gehalt) übrig habe, mische ich hier auch noch einen Esslöffel dazu. Der Jogurt würde Dr. Fuhrmann nicht gefallen, da es ein tierisches Produkt ist.

Als weiteres wird zudem das Thema Antibiotika und Mittelohrentzündung behandelt. Dr. Fuhrmann stellt den Teufelskreis dar, der mit der Verabreichung der Antibiotika beginnt und prangert zudem die millionenschwere Pharma-Industrie an. Bei letzteren kann ich nur zustimmen, es geht um den Profit und da werden auch mal Krankheiten „erfunden“, die mit dem passenden Medikament behandelt werden können. Wie mittlerweile jeder gut informierte Leser weiß, verschreiben Ärzte zu schnell und zu viel Antibiotika. Ich lasse mir jedenfalls keines aufzwingen, aber wenn es um Kinder geht, ist man als Eltern schon etwas verunsichert, wenn ein evtl. Hörschaden bei Nichteinnahme als Folge genannt wird. Dann gibt man halt „sicherheitshalber“ Antibiotika.

Zitat Seite 62: „Ganz egal, ob die Ursache viral, bakteriell, fungal oder eine Kombination daraus ist, ein gesundes Kind hat keine Probleme, sich von einer Mittelohrentzündung ohne Antibiotika zu erholen.“

 Zitat Seite 65: „Diese Studie, die im „Journal of the American Medical Association“ veröffentlich wurde, stellte fest, dass Frauen, die mehr als 25 Antibiotikaverschreibungen über einen Zeitraum von 17 Jahren aufwiesen, das doppelte Krebsrisiko besaßen im Vergleich zu Frauen, die keine Antibiotika eingenommen hatten. …“

Das Kapitel über Halsschmerzen und Streptokokken war sehr interessant, da ich tatsächliche öfter an Halsentzündungen leide, aber auch nie Antibiotika dagegen einnehme. Auch zu Asthma hat Dr. Fuhrmann eine eigene Meinung:

Zitat Seite 71: „Der Verzehr von Weißbrot, Butter und Magerine ist auch signifikant mit Asthma-Symptomen assoziiert.“

Auf Seite 73 kann man seine Ernährungsrichtlinien für Kinder mit Allergien und Asthma kurz und knackig nachlesen.

Generell finde ich, kann man mit einer Ernährungsumstellung hin zu gesunden Nahrungsmittel nichts falsch machen. Aber die Ansichten, dass bestimmte Krankheiten in einem stark kausalen Zusammenhang mit Kuhmilch stehen, und deswegen komplett gemieden werden sollen, finde ich übertrieben. Natürlich wenn jemand eine Laktose-Intoleranz hat, dann treffen einige Aussagen zu. Aber das gesunde Menschen auf Käse und Milch verzichten sollen …??? Der Autor ist der Meinung, dass diese Produkte und ihre Wirkung von einer Industrie über Jahre hinweg gesponsert wurden. Deswegen finde ich auch folgende Aussagen eigentlich unmöglich, denn man kann sie einfach nicht auf jedes Kind beziehen:

Zitat Seite 74: „Viele Kinder sind latent allergisch gegen Kuhmilch, was zu einer verstopften Nase und Mittelohrentzündungen führt. …“

Zitat Seite 74: Wenn wir wollen, dass unser Kinder vielen bekannten Krankheiten trotzen, müssen sie einfach weniger Milch, Käse und Butter zu sich nehmen.“

 

Kapitel 3 Die Ursachen von Krebs und anderen Krankheiten verstehen

Hier wird die Verbindung zwischen Krebs und tieririscher Nahrung aufgezeigt. Ich gebe zu, ich habe einige Seiten überblättert, weil es mir sonst einfach zu lang wurde. Es kann natürlich sein, dass wenn einen die Krankheit betrifft, man dieses mit anderen Augen liest.

Es gibt auch wieder kontroverse Aussagen im Bezug auf Adipositas und den BMI. Im Prinzip weiß man ja, dass je höher der BMI ist, desto höher wird das Risiko für bestimmte Krankheiten eingestuft. Neu für mich war, dass Dr. Fuhrmann auch die Sportler mit einem hohen BMI der nur durch Muskelmaske  zustande kommt, in diesselbe Gruppe einteilt wie die von Adipositas Betroffenen. Er kommt zu dem Schluss :

Zitat Seite 95: „…groß und schwer sein bedeutet das größte Risiko, klein und dünn wirkt schützend.“

Weitere Themen:

-Brustkrebs

-Östrogen,Testosteron

-Versteckte Chemikalien in unseren Essen

-Prostatakrebs

-Pestizide

-Herzerkrankungen

 

Kapitel 4  – Ernährung der Familie mit dem Ziel der optimalen Gesundheit

Sehr interessant fand ich das Kapitel „ Das Konzept des Toxischen Hungers“. Es versucht, die Sucht nach Essen zu erklären. Zudem gibt es eine Mini-Liste mit dem Symptomen des toxischen Hungers. Die Frage die sich oft stellt, wie spürt man echten Hunger? Die Meinungen werden wohl auseinander gehen, denn Dr. Fuhrmann meint:

Zitat Seite 141: „Wahren Hunger kann man im Hals und im Nacken fühlen, dort wo man Durst fühlt … Wahren Hunger kann man nicht im Kopf oder Bauch spüren.“

Aber auch, und hier stimme ich ihm ausnahmsweise zu, weil dies für meine Begriffe in die Kategorie der Essstörungen geht:

Zitat Seite 141: „Man kann nicht übergewichtig werden, wenn man seinen wahren Hunger befriedigt.“

Weitere Themen:

-Ernährung in der Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter

-Nahrungsmittel-Vorlieben

-Die fünf gefährlichsten Lebensmittel für Kinder versus „Dr. Fuhrmanns fabelhafte Fünf“

-Tipps und Tricks: Wie ich meine Kinder dazu bringe, sich gesund zu ernähren

-Diabetes und Migräne

-Vegetarisch, Vegan, Omnivor, Lacto-ovo-vegetarisch?

-Die Ernährungsgewohnheiten von Kindern ändern

 

Kapitel 5 – Gesunde Gerichte die Kinder schmecken

Es finden sich nur einige wenige ausgesuchte Rezepte, was ich schade finde. Dennoch denke ich, dass man mit den vorhandenen Ideen schon einiges umsetzen kann. Die Rezepte sind zudem alle sehr appetitanregend fotografiert, und der gesundheitliche Nutzen wurde bereits im Buch beschrieben.

Zum vergrößern die Fotos anklicken:

 

Fazit:

Eigentlich könnte man anhand der Inhaltsangabe erwarten, dass es für jede Krankheit ein Rezept gibt. Das ist aber nicht so, sondern in diesem Buch hier wird eher die allgemeine Ernährung auf den Prüfstand gestellt, und dass gesunde Ernährung im Allgemeinen zu einer besseren Gesundheit verhilft. Das ist nichts Neues und vieles ist auch einfach mittlerweile Allgemeinwissen. „Verzichtet auf schlechte Fette, esst Nüsse, ernährt euch vegan“ und kurioser Weise (für mich) “keinen Käse im Haus haben!“ Du bist, was du isst. Aber das wissen wir ja längst.

Die Themen waren sehr angenehm zu lesen und erinnerten mich an manches, dass ich eigentlich schon längst umsetzen wollte. Dennoch empfand ich einige Aussagen von Dr. Fuhrman als übertrieben und hochtrabend. So zieht sich durch das ganze Buch, dass es mal sehr effekthaschende Aussagen gibt und dann wieder richtig gute Ansätze, von denen aber auch viele bekannt sind.

Das Buch ließ sich für mich nicht in einem Rutsch durchlesen, dafür ist es zu komplex. Von daher fand ich das Lesebändchen sehr praktisch. Manche vorgestellten Krankheiten und Ernährungsinfos interessierten mich mehr, manche weniger. Es gibt am Schluss des Buches massenhaft Quellennachweise, der Autor zitiert Studien, aber mir als Laien sagen diese Studien nichts. Ich denke nur, es kommt sehr wohl darauf an, wie Studien durchgeführt werden und mit wie vielen Personen. Ich weiß nicht ob eine Studie mit 20 Personen repräsentativ ist und man sich darauf verlassen kann. Aber man glaubt das, was man hören will.

Am wenigsten gefiel mir der Ansatz des Autors, dass er Milchprodukte „verteufelte“. Auf mögliche Mangelernährung wird nur vage eingegangen, er ist überzeugt, mit pflanzlichen Produkten das ganze Spektrum an Vitaminen, Spurenelementen abdecken zu können. Ich meinte auch irgendwo etwas über Nahrungsmittelergänzung in Bezug auf die Milch gelesen zu haben, aber da frage ich mich dann, was gesünder ist: Milchprodukte oder chemisch hergestellte Vitaminpräparate? Zudem er gerade ein paar Seiten vorher noch Nahrungsmittelergänzungsprodukte als der Gesundheit nicht förderlich bezeichnet hat.

Der Autor ist natürlich von seinem Konzept überzeugt, mit einer Ernährungsumstellung verschiedene Krankheiten heilen zu können. Manche Aussagen im Buch dazu empfand ich als „reißerisch“ und übertrieben. Es werden auch Dankesbriefe von Eltern zitiert. Generell kann man mit einer gesunden Ernährung ja nichts falsch machen, aber sich 100% darauf zu verlassen würde ich nicht.

Alles in allem: Viel informativer und unterhaltsamer Text. Interessante Ansätze wechseln sich mit übertriebenen Aussagen ab. Der Rezeptteil ist kurz und knapp gehalten, aber sehr appetitlich präsentiert. Trotz meiner kritischen Töne mag ich das Buch, und es kommt auf alle Fälle in mein Bücherregal, weil die positiven Ansätze einfach überwiegen.

Link zum Verlag:  http://www.unimedica.de/Gesunde-Kids-durch-Powerfood-Joel-Fuhrman/b21152

 

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