Bloom, Cameron + Greive, Bradley Trevor – Penguin Bloom (Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete)

Bloom, Cameron + Greive, Bradley Trevor – Penguin Bloom
Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete
978-3-8135-0761-4
Knaus Verlag

Inhalt:

Penguin Bloom ist schon jetzt ein absoluter Publikumsliebling. Die lustigen, einfach zauberhaften Fotos der frechen Elster und ihrer australischen Adoptivfamilie gingen über die sozialen Medien durch die ganze Welt. Was die Fans nicht kennen, ist die bewegende Geschichte hinter den großartigen Bildern. Es ist die wahre Geschichte der Familie Bloom, die nach einem tragischen Unfall beinahe zerbricht und durch den witzigen kleinen Vogel namens Penguin gerettet wird. (Quelle Random House/Knaus Verlag)

Meine Meinung:

Dieses Buch ist so wundervoll, dass ich mich kurz vor Mitternacht noch hinsetzen und dies hier aufschreiben muss. Ein Buch, von dem ich nicht wusste, was genau mich erwartete. Ein Vogel der eine Familie retten soll? Ich dachte an eine Ehekrise, das stimmt aber nur zum kleinsten Teil. Familienkrise trifft es schon eher.

Meine erste Assoziation mit dem Buch war die Erinnerung an ein Buch aus meiner Kindheit, dass ich abgöttisch geliebt habe, obwohl es gar kein Kinderbuch war: „Die Störchin Ludwig“ von Leo Novrup. Irgendwo liegt es noch bei meinen Eltern auf dem Speicher in einen Karton verpackt. Da spielte auch ein Vogel die Hauptrolle, ein Storch. Allerdings war die Geschichte ganz anders als diese hier von Penguin, aber genauso gut.

Cameron Bloom beschreibt mit wunderbaren Worten was geschah. Aus jeder Zeile spürt man, ja, fliegt einem die Liebe zu seiner Frau und Familie entgegen. Eine glückliche und sportliche Familie bis hin zu diesem unglaublich tragischen Unfall, der das Leben aller komplett änderte.

Cameron Bloom erzählt von Beginn an, wie er seine Frau Sam kennenlernte. Es sind „sonnige“ Zeilen des Glücks, die alle genießen. Ich als Leser auch. Aber irgendwie ahnt man auch schon das Ende, dass für mich so ganz anders kam, so unerwartet, dass ich beim Lesen die Luft angehalten habe. Ich war geschockt von diesem Unglück. Einem Unfall, der einfach unglaublich ist, und das als die ganze Familie in Urlaub ist. Selbst in meinem Kopf liefen Fragen ab, die im Buch gar nicht erwähnt werden mussten. Warum haben wir die Reisepläne geändert? Warum sind wir ausgerechnet dort gelandet? Warum musste das passieren? Warum musste es so schlimm sein?

Und dann kam Penguin, eine australische Elster. Ein Findelkind, verletzt. Verletzt wie Sam. Die beiden bauen eine starke Verbindung zueinander auf. Geben sich gegenseitig Unterstützung und Kraft. Das rettet Sam aus ihren negativen Gedanken und auch überhaupt das ganze Familienleben. Sie können wieder voraus schauen.

Zitat Seite 125: „Und es waren auch zwei schwesterliche Seelen, stark, aber zerbrechlich und vereint durch ein einziges Wort: aufwärts.“

Viele Erlebnisse gibt es mit Penguin, Kleinigkeiten, die Freude machen; zum Beispiel taucht Penguin später immer auf, wenn die Kinder aus der Schule kommen und pfeift ihnen ein Liedchen. Auf vielen Fotos musste ich schmunzeln und der Text war unterhaltsam. :

Zitat Seite 42: „Als ihre Mauser kam, trat sie, wie wir es nannten, in ihre Grufti Periode ein.“

Zitat Seite 61: …rennt den Korridor bis zu einem der Schlafzimmer entlang wie ein überdrehter Velociraptor und kuschelt sich schließlich auf die Bettdecke, um sich ein Extra-Schläfchen zu gönnen.“

Penguin entwickelt ein Urvertrauen zu dieser Familie, anders kann ich mir die Fotos nicht erklären. Welcher Vogel legt sich auf Rücken und liefert sich praktisch mit der schutzlosen Bauchseite aus? Das Cover, finde ich, sagt so schon alles aus. Vertrauen, Respekt und Liebe.

Zitat Seite 172: „Aber dass sie überlebte, wo so viele andere vielleicht gestorben wären, und das Penguin vom Himmel fiel, als wir sie am meisten brauchten – selbst wenn das keine Wunder gewesen sein sollten, sagt mir mein Herz, dass unsere Familie immer noch über alle Maßen gesegnet ist.“

Am Schluss gibt es ein Nachwort von Sam Bloom, auf die ich sehr neugierig war. Sie spricht von ihren Erfahrungen, von ihrer Welt, aber gibt auch Tipps für Angehörige.

Hier ist eine kleine Galerie mit Fotos, zum anschauen und vergrößern einfach anklicken:

 

Fazit:

Das Buch ist einfach wundervoll. Die Liebe zum Partner, zur Familie und auch die Liebe zum Leben fließt durch alle Zeilen. Der Erzählton ist sehr unterhaltsam und auch emotional. Dazu diese unglaublichen zutraulichen Fotos von Penguin, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Die Geschichte der Familie Bloom in diesem fast schon poetischen Erzählton macht Mut. Schnell zu lesen mit sehr sehr vielen unterhaltsamen Fotos. Die Geschichte und die Fotos berührten mich.

Ein wunderbares Geschenkbuch für viele Anlässe. Am liebsten würde ich diesen Beitrag vor Weihnachten noch mal posten, als Inspiration und Geschenk-Idee.

Lieblingsbuch !

Link zum Buch/Verlag: https://www.randomhouse.de/Buch/Penguin-Bloom/Cameron-Bloom/Knaus/e515201.rhd

Sam Bloom bittet um Unterstützung für die Organisation „Wings for Life“.

http://www.wingsforlife.com/de/

 

 

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Ein Kommentar zu “Bloom, Cameron + Greive, Bradley Trevor – Penguin Bloom (Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete)

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