Hohensee, Thomas + Georgy, Renate – Der Tod ist besser als sein Ruf

Hohensee, Thomas + Georgy, Renate
Der Tod ist besser als sein Ruf
978-3-7109-0018-1
Benevento

Inhalt:

Es gibt einen Weg, sich von der Angst um das eigene Leben und das der Liebsten zu befreien. Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, mag jeder selbst entscheiden. Aber eines ist auf jeden Fall möglich: ein Leben vor dem Tod, erfüllt von Freude, Hoffnung und Gelassenheit. Ein Buch über das Leben, das Sterben und den Tod – ohne Angst! Zweifellos hat der Tod einen schlechten Ruf. Er wird mit einer Fülle negativer Vorstellungen assoziiert. Doch auch das Lebensende ist nur eine Frage der Perspektive. Und jeder, der will, kann bei sich beginnen, daran zu arbeiten. Philosophen und Heilige waren immer schon in der Lage, sich von ihrer Todesangst zu befreien. Die Stoiker konnte nichts erschüttern, Sokrates trank seinen Giftbecher in aller Seelenruhe, und der Buddha war unter allen Umständen glücklich. Ein gelassener Umgang mit der Endlichkeit des Lebens ist also erreichbar. Leider kennen bisher nur wenige die Voraussetzungen. Aber das wird sich ändern. In neuerer Zeit ist es der Kognitiven Therapie gelungen, die zeitlosen Weisheiten der Philosophen und Heiligen in eine uns verständliche Sprache zu übersetzen. Thomas Hohensee und Renate Georgy erklären, wie man dem Tod entspannt entgegensieht und sich stattdessen mit dem beschäftigt, was wirklich wichtig ist: dem Leben selbst.  (Quelle Benevento Verlag)

Meine Meinung:

Was ist wirklich wichtig im Leben? Das Leben bekommt man nicht ohne dem Tod ins Auge zu sehen. Das Autorenteam wagt eine ungewöhnliche aber entspannte Annäherung an das Thema.

Zitat Seite 13: „Wir brauchen weniger Trost als vielmehr ein neues Verständnis vom Tod – und vom Leben.“

Wir brauchen einen anderen Ansatz, wir sollten den Tod als Schlüssel sehen, die Welt und unser Leben besser zu verstehen. Denn ein Leben ohne Tod ist nicht denkbar.

Wir müssen über unsere Vorstellungen nachdenken: Unsere Spiritualität, ein Leben nach dem Tod, ein vorgeburtliches Dasein, gibt es das? Können wir das wissenschaftlich untersuchen?

Zitat Seite 32: „Der Schlüssel zur Gelassenheit sind unsere Gedanken.“

Das Buch gibt ersten Anstoß, die alten Überzeugungen durch neue Denkmuster zu ersetzten. Jedem Gefühl geht ein entsprechender Gedanke voraus.

Zitat Seite 40: „Nur wer dem Tod ins Auge sieht, verliert die Angst vor ihm. Wenn man bereit ist, jederzeit zu sterben, wird es möglich, die unzähligen Möglichkeiten des Lebens auszukosten.“

Die Psychologin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler Ross hat nach ihrem Buch „Interviews mit Sterbenden“ das 5-Phasen-Modell entworfen, das heute als überholt gilt, da es heute neue Erkenntnisse gibt und sie überwiegend mit leidenden Sterbenden sprach, wohin gegen man heute auch weiß, dass viele Menschen ihren Frieden mit solch einer Situation machen.

Der Umgang mit dem Tod ist mehr negativ als positiv behaftet. So ist z.B. die Medienwelt voll grausamer Todesfälle, und der Tod wird dramatisiert. Und überhaupt, warum sind eigentlich Thriller und Krimis so beliebt?

Es ist so ähnlich, als ob man sich seine eigene Meinung bildet oder mit der Masse (mit)-läuft. Ist man mit der Freundin immer eine Meinung oder wagt man auch mal einen Alleingang? Alles ist eine Frage der Sichtweise und der Bewertung, d.h. wenn meine Freundin ein bestimmtes Buch gut findet, muss ich das dann auch? Nein, ich kann auch andere Meinung sein. Ich sehe das Buch aus einer anderen Sichtweise. So ist das auch mit dem Tod. Man muss es wagen und anders denken.

 

Auf folgende Themen wird im Buch eingegangen:

-Was dachten die Ur-Menschen über ihre Sterblichkeit?

-Andere Länder, andere Sitten

-höhere Gerechtigkeit, Karma, jüngstes Gericht

-Wiedergeburt, Auferstehung, Weiterleben in verschiedenen Kulturen

-Begräbnisrituale

-Der Tod als Feind

-Der Tod als Freund

-Schreckgespenst Parkinson, Demenz und Alzheimer

-Gier, Wünsche und Begehren

-Der Körper als Zeitbombe

-Was haben Sterbende am Lebensende am meisten bereut?

-ABC der Gefühle: Man fühlt so, wie man denkt!

-Fünf Werte, die sterbende deutlich erkennen (S.95)

-Gesundheits-, Jugend- und Ewigkeitswahn

-Der Tod als Freund

-Ewiges Leben

-Das Leben als Götterspiel

-Den Tod mit Humor nehmen

-Die Zeitrechnung, welche stimmt?

-Mathematik und der Tod

-Andere Realitäten und menschliche Wahrnehmung

-Nahtod-Erfahrungen

Wann nimmt man sich Zeit darüber nachzudenken? Mit diesem Buch gelingt das, es werden sehr viele Fragen gestellt und es gibt entsprechende Überlegungen und Ansätze. Zum Beispiel den Tod als eine Art Götterspiel zu sehen. Manches wird nur kurz und oberflächlich erwähnt, birgt aber dennoch gute Denkansätze. Andere Leser werden vielleicht noch viele andere Themen finden, diese hier habe ich einfach mal in loser Reihenfolge aufgelistet.

Hohensee, Thomas + Georgy, Renate
Der Tod ist besser als sein Ruf
978-3-7109-0018-1
Benevento

Diese Buch über den Tod ist auch ein Buch über das Leben. Thomas Hohensee ist Life Coach und auch Renate Georgy hat sich beruflich zum Coach umorientiert. Dies merkte man, denn es gibt viele Tipps das Leben glücklicher zu gestalten und nicht auf die Meinungen andere hören. Das Streben nach einem erfüllten Leben, den höchstpersönlichen Lebenssinn entdecken und die Verwirklichung der Lebensträume, das Lebensglück finden, das alles wirkt den pessimistischen Gedanken über Tod entgegen. Was immer Sie tun wollen tun sie es jetzt. Machen Sie den Schritt. Das ist das Rezept gegen den Tod (wenn man es so nennen will).

Fazit:

Es gibt keine Aussage, über das was nach dem Tod kommt, denn das Leben und der Tod sind eng verbunden. Der entscheidende Unterschied ist ein anderes Denken über das Leben und den Tod durch den Blick auf den Umgang anderer Kulturen, durch Anregungen und neue Denkanstöße. Es gibt verschieden Wege und alles ist eine Frage der Sichtweise und der eigenen Bewertung. Im Buch werden sehr sehr viele Fragen gestellt, die jeder selber beantworten muss, indem er seine eigenen Grundgedanken und Ansätze überprüft. Man sollte sich Zeit lassen, über diese Fragen nachzudenken. Sie geben Impulse, sich selber bewusst zu sein, nach der eigenen Facon glücklich zu werden und den Tod mit anderen Augen zu sehen. Es ist kein Buch einfach so zum „runter lesen“, obwohl der Inhalt durchaus unterhaltsam ist und sich auch flüssig lesen lässt. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn man an sich „arbeiten“ will und die Fragen innerlich ausführlich beantworten will. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, die sich sicherlich lohnen wird bei diesen Anregungen. Viele Themen werden oberflächlich angesprochen, aber bei dieser Themenfülle ist das gar nicht anders möglich. Deswegen gibt es auf den letzten Seiten eine Liste mit Anschluss-Literatur. Auch die Ängstlichen unter uns sollten dieses Buch lesen, gerade wenn sie sich mit diesem Thema nicht befassen wollen.

Alles in allem: Das Buch handelt nicht nur vom Tod, sondern vor allem vom Leben und dem Motto Genieße das Leben und den Tag (Carpe diem), denn deine Reise hier auf Erden ist endlich. Es gibt viele Tipps und Anregungen zum Nachdenken und Überdenken.

Link zum Buch/Verlag: http://www.beneventobooks.com/buch/der-tod-ist-besser-als-sein-ruf/

 

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