Kneidl, Laura – Light & Darkness

Kneidl, Laura Light & Darkness 978-3-551-31495-6 Carlsen

Kneidl, Laura
Light & Darkness
978-3-551-31495-6
Carlsen

Inhalt:

Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss…

Meine Meinung:

Das Buch fiel mir als erstes durch sein ansprechendes Cover auf, und auch die Inhaltsangabe konnte mich überzeugen.

Die Geschichte zwischen Light und Dante hat mehrere Spannungsbögen. Am Anfang habe ich als Leser mit gebangt, welches magische Wesen Light als Delegierte zugeordnet wird. Wie man aus der Inhaltsangabe lesen kann, ging bei dieser Zuteilung etwas schief und so fieberte ich mit Light auf diesen Moment der Bekanntgabe zu. Dies geschieht sehr zügig.

Ein paar Probleme hatte ich am Anfang, als die Welt im Jahr 2047 erklärt wurde, denn magische Wesen und Menschen leben zusammen. Die Idee und die Umsetzung sind sehr gut vorstellbar und man könnte daraus eigentlich eine eigene Reihe machen.

Die 17-jährige Hauptprotagonistin Light ist sehr brav und pflichtbewusst dargestellt. Ihr Delegiertenjob fand ich für ihr Alter eigentlich zu jung. Aber das ist in dieser Welt normal.

Dante konnte mich nicht so ganz überzeugen, obwohl 20-jährig, verhielt er sich manchmal wie ein Pubertierender. Er ist ein Dämon und sollte ein „Bad Boy“ sein, hatte auch alle Anlagen dazu, da sein Vater ein mordender Rebellenführer ist. Dies gibt er unverständlicherweise schon auf den ersten paar Seiten zu, etwas, dass ich nicht nachvollziehen konnte. Dennoch wurde bei der Umsetzung seines Charakters viel Potenzial verschenkt. Er war mir zu „weich“ dargestellt und den Bad Boy miemte er bloß. Allerdings wurde er im letzten Drittel „sichtbarer“ und zeigte sein wahres Wesen, so dass er dann doch noch ein, zwar braver, aber interessanter Charakter war.

Die Idee mit der Wette am Anfang fand ich genial, dennoch erschien mir die Umsetzung für mich nicht wirklich ernst gemeint, und trat so nach und nach in den Hintergrund.

Das Love-Interest ist gelungen, die süße Anziehungskraft zwischen Light und Dante wurde mit viel Bauchgribbeln und schönen Situationen beschrieben, in denen sich die beiden ziemlich nah kamen. So schläft zum Beispiel Dante aus Protest bei Light im Bett, damit sie ihren Job als Delegierte verlieren soll. Hier hätten sich noch ein paar süße Momente zusätzlich ergeben können ….

Mitten in der Geschichte und in der Wette gibt es dann eine 180-Grad Wendung, und ich als Leser hatte irgendwie die Vermutung, dass Dante Light in einem Dämon verwandelt haben könnte, um ihr Leben zu retten. Dem war aber nicht so.

Das letzte Drittel des Buches lässt sich spannend und schnell lesen. Dante integriert sich in die Familie, will alles richtig machen, aber sein Vater macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Es wird sich zeigen, ob die Liebe von Light stark genug ist, um ihn zu retten? Auf einen Aspekt war ich besonders gespannt: Wie können Dante und Light zusammen sein, da eine Delegierte keine intime Beziehung zu ihrem Wesen haben darf? Meine erste Vermutung war ja, dass Dante während des Überfalls Light in eine Dämonin verwandelt hatte. Am Schluss kommt aber alles ganz anders.

Fazit:

Die Geschichte hat einen schönen Erzählstil. Sie lässt sich spannend lesen, wobei das „Love-Interest“ zwischen Light und Dante im Vordergrund steht. Es lässt sich schnell in die Welt der Delegierten und magischen Wesen im Jahr 2047 eintauchen, so dass ich mir noch andere Geschichten zu diesem Setting als Reihe gewünscht hätte. In einigen Teilen war mir Dantes Charakter allerdings zu brav dargestellt. Zwar wechselte sein Verhalten, manchmal auch ganz abrupt, von gut zu böse, dennoch nahm ich ihm den „Bösen“ nicht ab. Er hätte für meinen Geschmack noch mehr Ecken und Kanten haben könnten, war aber, wie ich einsehe, in dieser Welt in der unterlegenen Position. Denn die magischen Wesen müssen sich den Menschen unterordnen. Das ist auch mal ein anderes Setting.

Alles in allem wurde ich gut unterhalten und würde gerne mehr davon lesen. Die Autorin hat auf ihrer Homepage eine Beantwortung nach weiteren Bänden unter FAQ geschrieben. Hier der Link und die Antwort dazu: http://www.laura-kneidl.de/faq/

 

 

 

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