Petermann, Axel – Der Profiler – Ein Spezialist für ungeklärte Morde berichtet

Petermann, Axel Der Profiler 978-3-453-60359-2 Heyne

Petermann, Axel
Der Profiler
978-3-453-60359-2
Heyne

Inhalt:

Wie viele Mörder sind noch unter uns?

Wer hat die junge Frau vor 20 Jahren bestialisch ermordet? Ein Fremder, ein verschmähter Liebhaber, oder war es gar ein Familiendrama? War es die Russenmafia, die den Häftling in seiner Zelle gefoltert und schwer verletzt hat, oder ging es um Streitigkeiten im Drogenmilieu?

Es gibt eine erschreckend hohe Dunkelziffer an ungeklärten Todesfällen. Er geht ihnen auf den Grund: Axel Petermann war Mordkommissar und Leiter der »Operativen Fallanalyse« in Bremen. Mit den Methoden des Profiling kommt er den Mördern auf die Spur. Seine Fallgeschichten sind  abgründiger und spannender als ein Krimi – sie sind beängstigend wahr.

Meine Meinung:

Ich lese sehr gerne Krimis und dachte, dieses Buch könnte eine interessante Ergänzung sein.

Axel Petermann hat als Leiter der Mordkommission Bremen gearbeitet, und ist seit dem Jahr 2000 mit dem Aufbau der Dienststelle „Operation Fallanalyse“ (OFA)betraut. Seit 2014 ist er in Rente und kümmert sich im Auftrag von Angehörigen um ungeklärte Todesfälle.

Nach einem Vorwort im Buch werden vier Fälle vorgestellt:

-Heike Rimbach: Das Grauen auf dem Dachboden

-Wer das Schweigen bricht: Das Geheimnis von Zelle 26

-Torso: Die Spuren Lügen nicht

-Mörder ohne Gesicht: 40 Jahre warten oder die Tat am Bahndamm

Diese eher reißerischen Überschriften werden den tatsächlich geschehenen Taten nicht gerecht. Die Fälle werden in einem sachlichen Ton mit vielen detaillierten Aufzählungen beschrieben. Dies kann streckenweise uninteressant werden, so dass man die Einzelheiten überliest. Dies ist jedoch nicht so tragisch, da man den Grundgedanken des Profilings schnell verstanden hat. Die Umsetzung ist das große Thema, das unnachgiebige Suchen nach Einzelheiten und das diffizile nachstellen von verbrecherischen Vorgängen.

Im Buch wird erklärt, wie man Spuren am Tatort lesen kann oder wie ein Täterprofil entsteht. Es wird die Spur hinter der Spur gesucht. Besonders die Tatortbeschreibungen in allen kleinen Einzelheiten können eintönig und langatmig wirken, wie aneinander gereihte Aufzählungen. Zwischendurch gibt es kleine Lockerungen im Text, dennoch überwiegt der sachliche und ernste Ton.

Fazit:

Für Krimileser eine interessante Ergänzung, die jedoch stellenweise Längen aufweist, besonders bei sehr detaillierten Tatortbeschreibungen. Irgendwie hatte ich mir das Ganze auch aufregender vorgestellt, aber da muss man zwischen dem, was man aus dem „Fernsehen“ kennt, und dem realen Leben unterscheiden. Wer auf ganz reißerische Details hofft, wird enttäuscht werden. Es gibt unschöne Stellen, aber nichts, was der Viel-Krimi-Leser nicht kennen würde. Mit Ausnahme dessen, dass hier versucht wird, echte Morde aufzuklären.

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