Link, Charlotte – Die Betrogene

Link, Charlotte Die Betrogene 978-3-7341-0085-7 blanvalet

Link, Charlotte
Die Betrogene
978-3-7341-0085-7
blanvalet

Inhalt:

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Meinung:

Das letzte Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe, war „Das Tal des Fuchses“. Mit der Inhaltsangabe zu „Die Betrogene“ war ich mir nicht sicher. Das Thema „eine Vater-Tochter-Beziehung“ und ein Geheimnis machten mich nicht wirklich neugierig. Ich wusste so gar nicht, was ich erwarten konnte. Vorne auf dem Cover stand aber „Kriminalroman“ und das gab dann für mich den Ausschlag zum Lesen.

Der Erzählton und Erzählstil der Autorin ist wirklich sehr unterhaltsam. Unweigerlich wurde ich als Leser in den Bann der Geschichte gezogen. Auf den ersten zwei Seiten verschwindet ein Kind. Und ich dachte nur, „O bitte nicht“. Es ging thriller-artig Schlag auf Schlag weiter, und mich gruselte es ein wenig. Richard Linville wird in seinem Haus von einem vermeintlichen Einbrecher überrascht, und obwohl man aus der Inhaltsangabe weiß, dass er ermordet wird, fieberte ich doch mit, in der Hoffnung, etwas missverstanden zu haben. Eben weil ich so sensibel bin, versuche ich auch weitgehend auf Thriller zu verzichten, denn diese Geschichte ist als Kriminalroman deklariert. Ich las also tapfer weiter.

Aufgrund dieser Spannung konnte ich es mittendrin nicht mehr aushalten, und musste einfach die letzen paar Seiten vom Schluss überfliegen. Da eine neue Person darin vorkam, ein gewisser „Sean“, den ich bis dahin nicht kannte, wusste ich somit auch nicht mehr als bis dahin gelesen hatte, außer, wie es um das Schicksal von Fam. Crane (Stella, Jonas und Sammy) bestellt war.

Kurz nach der Hälfte hatte ich allerdings einen Durchhänger. Plötzlich spürte ich eine Unlust zum Weiterlesen, ohne dies näher begründen zu können. Vielleicht weil ich wusste, dass am Schluss immer alle Personen irgendetwas miteinander zu tun haben, alles sich aufklärt, aber auch, dass es wahrscheinlich nicht für alle ein glückliches Ende geben wird. Vielleicht wurde mir die Geschichte zu lang und zu umfangreich, obwohl es wirklich toll geschrieben war. Oder war mir die Geschichte einfach zu nichtssagend? Ein Krimi ja, gut und schön, aber mehr nicht? Was bleibt, wenn ich mit dem Lesen fertig bin? Welche Person oder welches Ereignis wird in meinem Kopf haften bleiben?

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven geschildert. So gibt es mehrere Settings und Hauptpersonen:

-Kate Linville: Tochter des Ermordeten; lebt im Haus des Toten und ermittelt auf eigene Faust

-Fam. Crane: die einfach mal abschalten will von der hektischen Zeit und auf einem einsamen Bauernhof überfallen wird

-Caleb Hale: Detective Chief Inspector ermittelt an vielen Schauplätzen,

Egal wie, alle Figuren sind sehr gut charakterisiert, auch wenn einige mir nicht sympathisch waren. Hauptprotagonistin Kate zum Bespiel, eine einsame verhärmte Frau.

Fazit:

Das Buch hat einen schönen und spannenden Erzählton. Kapitel für Kapitel wechselten die handelnden Personen und zu jedem Kapitelende gab es einen kleinen feinen Cliffhanger, so dass ich immer voller Spannung darauf wartete, bis besagte Person wieder an der Reihe war. Am Anfang fragen sich gewiefte Leser schon, in welchen Bezug alle Personen zusammen stehen könnten. Am Schluss wird dies schlüssig gelöst.

Trotz all der Spannung hinterlässt diese Geschichte für mich keinen bleibenden Eindruck. Das finde ich so schade, weil sich das Buch schön lesen lässt, aber einen danach eher unbefriedigt zurücklässt. Dies war in der Mitte des Buches schon der Fall, als mich eine sehr seltene Unlust zum Lesen überfiel. Im Endeffekt dachte ich, schade um die Zeit, die ich damit vertan habe. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich im Moment noch so viele andere interessantere Bücher zum Lesen habe.

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Link, Charlotte – Die Betrogene

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