Sands, Lynsay – Mit Herz und scharfen Kurven

Sands, Lynsay Mit Herz und scharfen Kurven 978-3-95649-171-9 Mtb

Sands, Lynsay
Mit Herz und scharfen Kurven
978-3-95649-171-9
Mtb

Inhalt:

Ein weiblicher „Q“ mit scharfen Kurven! Andere Menschen machen Jane Spyrus eher nervös – richtig wohl fühlt sich die schüchterne Wissenschaftlerin nur, wenn sie an innovativen Erfindungen für den Geheimdienst B.L.I.S.S tüftelt. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als ihre Nachbarin Edie nach einem mysteriösen Date gekidnappt wird. Bewaffnet mit einem K.O.-Lippenstift und schießenden Schuhen nimmt Jane die Verfolgung auf. Dass sie dabei Edies sexy Bruder Abel im Schlepptau hat, sorgt für ein paar erregende Ablenkungen – und Jane merkt, dass der Außendienst durchaus seine Reize hat … (Quelle mtb)

Meine Meinung:

Lynsay Sands kannte ich bisher überwiegend durch ihre historischen Liebesromane und somit war dieser hier mal etwas ganz anderes.

Jane Spyros ist Wissenschaftlerin in einem „James-Bond-artigen“ Labor der Geheimorganisation B.L.I.S.S. Sie ist eine geniale Erfinderin und menschenscheu. Ihre Chefin wird kurz „Y“ genannt (nicht wie „M“, die Vorgesetzte von James Bond). Was sich in der Inhaltsangabe gut anhörte, entpuppte sich dann aber als stellenweise zu albern. Direkt am Anfang missfiel mir die Stelle, an der Jane die Raketen-Vibratoren erfand, und sie, die ja eigentlich eher introvertiert sein sollte, auf einmal die Musik laut aufdrehte und den Vibrator als Mikrofon nutzte, und prompt dabei erwischt wurde. Peinlich. Das sie plötzlich so aus sich herausgeht, war einfach unglaubhaft. Ihre Erfindungen waren aber ganz interessant, zum Beispiel Tampons mit Peilsendern, Raketenwerfer-Vibratoren, Betäubungs-Puder oder das Schrumpf-Kondom. Bei letzterem ahnt der Leser bereits im zweiten Drittel, welche Kandidaten es damit treffen könnte.

Da wäre zum einem Abel, ein muskulöser Buchhalter, der Bruder ihrer vermissten Nachbarin Evie. Hier fand ich das Missverständnis, dass ihren ersten Zusammentreffen vorausging, witzig.

Oder Dirk, der ein Verdächtiger in diesem Geschehen ist?

Als weitere Hauptperson wäre da noch Grandma Maggie, die aktive Agentin war, bis eine Verletzung sie in den Rollstuhl und in Rente zwang. Auch sie ist mir zu ambivalent dargestellt: Auf der einen Seite erscheint sie wie eine verwirrte alte Dame, die Plätzchen im Ofen anbrennen lässt, auf der anderen Seite als fitte Beraterin und ehemalige Top-Agentin. Die Unterschiede waren riesig und dadurch wenig glaubhaft.

Fazit:

Die Geschichte war schnell und einfach zu lesen. Über einige allzu klischeehafte und überzogene Stellen konnte ich gut hinweglesen. Die Liebesgeschichte war nicht vollständig überzeugend. Auch war die Handlung überangepasst, was zu manchmal unlogischen Stellen führte, zum Beispiel als FBI Mitarbeiter aus „Versehen“ die Deckung von Abel, Maggie und Jane auffliegen lassen.

Manche Slapstick-artigen Szenen waren wirklich witzig, andere weniger.

Alles in allem war das Buch ein netter Zeitvertreib, aber nicht mehr.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s