Oschmann, Ingo – Jäger des versteckten Schatzes

Oschmann, Ingo Jäger des versteckten Schatzes 978-3-453-61507-6 Heyne

Oschmann, Ingo
Jäger des versteckten Schatzes
978-3-453-61507-6
Heyne

Inhalt:

Die neue Massenbewegung Geocaching beweist, dass draußen sein nicht nur gesund ist, sondern auch richtig Spaß machen kann: Allein hierzulande liegen etwa 300.000 ungehobene Schätze, sogenannte Caches, die es mithilfe von GPS-Gerät und Online-Hinweisen zu finden gilt. Egal, ob allein, mit der ganzen Familie oder dem Kegelclub, der passionierte Outdoor- Schatzsucher Ingo Oschmann zeigt auf verständliche und unterhaltsame Weise, wie noch aus dem letzten Couch-Potato ein echter Indiana Jones wird.

Meine Meinung:

Ich weiß nicht, wann ich das erste Mal von „geocaching“ gehört habe. Auf jeden Fall beeinflusste dies die Wahl beim Kauf meines ersten Smartphones, ich entschied mich nämlich für ein sogenanntes „Outdoor-Smartphone“ (Samsung X-Cover). Meine Idee war, darauf die c/geo-App zu installieren. Gesagt, getan. Ich war (und bin noch) reiner Anfänger, ich kannte niemanden der dieses Hobby praktizierte, und ich habe mich nur aufgrund eines Hinweises selbst mit Geocaching halbwegs vertraut gemacht. Es hat funktioniert! Vieles ist selbsterklärend, und ich habe mich, wie der Autor ebenfalls vorgeschlagen hat, damals aber eher zufällig, auf www.geocaching.com  angemeldet.

Alles in allem war es dann aber doch nicht so einfach, wie ich dachte. Ich habe mich „durchgewurchtelt“, und wie im Buch beschrieben, habe ich mich auch mit einer falschen Eingabe auf der geocache-Seite im Internet schwer getan: Wie vom Autor beschrieben landete ich nur mit der Eingabe der Postleitzahl ebenfalls in Amerika. Aber mit ein bisschen Tüftelei kriegt man das auch alleine hin, nur, ist es natürlich viel angenehmer, man weiß im Voraus was man in so einem Fall tun kann. Das geht einfach schneller und ohne Frust.

Der nächste Akt war dann das herunterladen der App, das funktionierte tadellos, aber die Handhabung war für mich dann schwierig. Aber nicht unmöglich, und so konnte ich meine ersten Caches finden. Mit „ich“ meine ich eigentlich „wir“, denn  mein Mann und mein Sohn waren ebenfalls mit Eifer dabei. Hier kann ich nur sagen, dass es vor allem Kinder sehr zum spazieren gehen und wandern motiviert, wenn sie unterwegs ein Cache suchen dürfen. Der einzige negative Aspekt den ich feststellen konnte, war meine Überwindung, meinem damals noch „kleinem“ Sohn das Smartphone in die Hand zu drücken, weil es vielleicht runterfallen und kaputt sein könnte. Denn, wenn mein Mann und Sohn nur „Mitläufer“ waren, machte das den beiden nicht so wirklich Spaß. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir aber nur ein Smartphone, und das war auch dann letztendlich der Grund, warum das Hobby wieder eingeschlafen ist. Denn JEDER von uns wollte den „Kompass“ (das Smartphone) in der Hand halten und den Weg suchen. Ein weiterer Punkt damals war, dass mein Smartphone nur einen internen Speicher von 1GB hatte, und auch eine Erweiterungskarte hat nicht wirklich was genutzt, weil sich die App nicht auf diese speichern lies. Und so war der Speicher natürlich schnell voll. Es wäre wohl das einfachste gewesen, wir hätten uns drei GPS-Geräte gekauft, dass wünsche ich mir heute immer noch, aber wie das mit uns Familien so ist, andere Sachen sind finanziell wichtiger.

Was ich zu denen wenigen Caches, die wir gefunden haben, berichten kann, ist, dass man wirklich genau schauen muss. Vor allem mein Mann stellte sich hier als sehr begabt heraus, die meisten Caches hätten mein Sohn und ich alleine nicht gefunden. Für mich war „der Weg das Ziel“, draußen zu sein, aktiv zu sein, mit der Familie. Im Buch beschreibt der Autor auch Geocacher, denen es um die Zahl der entdeckten Caches geht. Aber das kann ja jeder für sich entscheiden, es sportlich oder genüsslich zu nehmen.

Hier ein Beispiel für einen Cache: Unter dem Laub am Baum zwischen den Büchern befindet sich ein Cache.

Hier ein Beispiel für einen Cache: Unter dem Laub am Baum zwischen den Büchern befindet sich ein Cache.

Und das ist der Inhalt eines Caches: In der kleinen stabilen und wasserdichten Dose befindet sich ein Stift und ein Zettel, um einzutragen, wer das Versteck gefunden und wann.

Und das ist der Inhalt eines Caches: In der kleinen stabilen und wasserdichten Dose befindet sich ein Stift und ein Zettel, um einzutragen, wer das Versteck gefunden und wann.

Auch kann ich bestätigen, was der Autor im Buch über die Caches in unmittelbarer Umgebung schreibt, ihr werdet erstaunt sein, wie viel Caches es gibt! Sogar in unserem kleinen Dorf gab es unglaubliche vier Stück! Sobald wir diese gefunden hatten, war uns dann auch klar, warum öfters „Fremde“ hier unterwegs waren. Das waren Geocacher gewesen! Wir haben dann auch schon mal, wenn wir einen Ausflug gemacht haben, spontan von unserem Standort aus ein Caches gesucht und gefunden. Mit dem Smartphone ging das auch ganz gut, zeigt es doch mit der App alle Caches an, die gerade um den Standort des Smartphones liegen.

 

Als im Nachhinein „schlecht“ hat sich herausgestellt, dass ich mich alleine mit diesem Hobby zurechtfinden musste und keinen dazu befragen konnte. So war es dann ein großer Zufall, dass ich während meiner Weiterbildung zur Lese- und Literaturpädagogin einen Kurs zum Thema „Literarisches Geocachen“ belegen konnte. Hier erhoffte ich mir neue Erkenntnisse. Leider waren 8×45 Minuten viel zu kurz, vor allem, weil der Rest der Gruppe noch nie etwas vom Geocachen gehört hatte. So haben wir nach kurzer Einweisung erst mal ein literarisches Cache in Koblenz als Beispiel gesucht. Es kann sein, dass der Seminarleiter dieses extra für uns angelegt hat, und dass es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Kann auch sein, dass dieses Cache öffentlich ist, ich habe das nach dem Seminar nicht nachgeprüft. Ich persönlich war wie „beflügelt“ und hätte wahrscheinlich noch vierzehn Tage dazu einen Kurs bei Herr Catrein belegen können. Hier der Link zum Anbieter Marabu Geocaching/GPS. Leider wohne ich nicht in der Nähe, sonst hätte ich gerne hier den einen oder anderen Kurs belegt. Jedenfalls war ich überrascht, als der Autor Herr Oschmann ein ähnliches literarisches Cache beschreibt, zum Beispiel auf Seite 25 und 32.

Jedenfalls kam mir dann die Idee, mein bis daher spärliches Wissen durch VHS-Kurse in meiner Umgebung zum Thema Geocaching zu erweitern. Leider wurden anfangs keine angeboten, und als dann zweimal ein Kurs stattfand, hatte ich andere Termine. Ich habe mir auch ein Kinderbuch zum Thema gekauft, das war für mich aber nicht so wirklich begeisternd. So verlief das ganze dann mehr oder weniger im Sand – bis ich dieses Buch hier entdeckte und ich nun neu „entflammt“ bin.

Der Autor verspricht im Buch, dass JEDER und SOFORT starten kann. Das stimmt! Einzige Bedingung: ein GPS-Gerät oder ein Smartphone, und dann kann wirklich jeder sofort starten. Eine Einleitung dazu gibt es im Buch ab Seite 70.

Es gab für mich viele Neuigkeiten, zum Beispiel habe ich mich auch schon gefragt, was ein ROT-13- Dechiffrierungsschlüssel ist (Seite 75). Interessant auch, Caches nur mit google-maps anhand der Koordinaten zu suchen und zu finden. Ach ja, die Koordinaten waren und sind noch für mich auch etwas problematisch. Unbekannt waren mir einige Internetfunktionen wie Souvenirs, Needs Archive, Needs Maintenance, Write Note …Aber dafür hat man ja nun schließlich das Buch und kann jederzeit nachlesen. Sehr praktisch.

Über die Cacher-Grundausstattung habe ich mir auch noch nie Gedanken gemacht, na ja, unsere wenigen gefundenen Caches waren auch immer in der Nähe oder in der Stadt. Bevor wir das Hobby vertiefen konnten, gaben wir auf, anders als der Autor. Ich könnte mir vorstellen, dass wir ähnlich blauäugig vorgegangen waren und finde daher die Liste sehr gut. Für mich selber habe ich eine Gedankennotiz gemacht, für den erneuten Versuch zumindest Bleistift, Notizbuch und Einmalhandschuhe/Gummihandschuhe mitzunehmen. Rucksack mit Verpflegung und Getränken haben wir eh bei Spaziergängen meistens dabei. Eine Taschenlampe würde ich abwägen, und ich danke dem Autor für einen seinen Tipp auf Seite 122. Auch eine UV Lampe kann man noch anderweitig gebrauchen. Ein länglicher Stab zum stochern würde ich nur für Stadtcaches mitnehmen, denn in der Natur findet man ja oft Stöckchen, die einem einen ähnlichen Dienst erweisen. Kommt aber auch darauf an, wie oft man unterwegs ist. Vielleicht wäre dann eine kleine Kinderschaufel nicht schlecht. Dann noch Notladepacks fürs Smartphone, wenn man länger unterwegs ist.

Der Autor hat eine Zusammenstellung (S. 120) von seinen kostenlosen „Lieblings-Apps“ fürs Geocaching zusammen gestellt. Eine davon ist die „Parking Scout App“ werde ich mir auch herunterladen, diese ist ja nicht nur fürs Geocaching sinnvoll.

Es gibt dann im Buch noch viele interessante und wichtige Hinweise, die ich alle gerne ausführlich vorstellen möchte, aber das würde dann den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Wer nähere Informationen will, kann sich dann ja je nach Abwägung das Buch kaufen. Also, sehr interessant für mich waren noch das Kartenmaterial (Stichwort „Open Street Map“), Wegpunkte/Waypoints …

Manches hört sich sehr kompliziert an, wie das Beispiel eines etwas schwierigerem Multicaches oder Mystery-Caches (ab Seite 173). Aber man kann sich ja langsam an solche Caches herantrauen und erst mal mit einfachen anfangen.

Meiner Meinung nach ist das Geocaching mit dem Smartphone ein Notbehelf. Also, ich habe mein Smartphone schon gerne dabei, aber zum Geocaching wünsche ich mir ein GPS-Gerät. Wenn wir mit der Familie unterwegs waren, wäre es besser gewesen, drei dieser Geräte zu haben, weil ja jeder nach Kompass laufen will. Das übersteigt dann aber schon mal schnell die finanziellen Mittel. Ich habe schon darüber nachgedacht, drei GPS-Geräte als Weihnachtsgeschenk für die Familie zu kaufen. Mein Sohn hatte aber andere Geschenke im Sinn.

 

Hier noch einige Besonderheiten in loser Reihenfolge:

Interessant fand ich diese sehr speziellen Cache-Typen: Earth-Caches, Virtual Caches, Nacht Cache, Webcam Cache, Best Place, Foto Safari …

Oder am Seattle Groundspeak: Die Firmenzentrale, das Gebäude selber ist ein Cache.

Trackables oder Travelbugs reisen um die Welt.

T5 sind Caches, die nur mit Spezialausrüstung zu finden sind (z.B. Klettern, Tauchen).

 

Das Foto habe ich an einem Geocaching Versteck gemacht. Dazu habe ich auch mein allererstes Geocaching-Buch dazu gelegt, ein Kinderbuch, aber dennoch in Ordnung. Das Buch ist aus dem Moses Verlag „Abenteuer Geocaching“ von Ramona Jakob.

Fazit:

Ich kann den Autor in allem bestätigen. Geocaching ist ein Hobby, das total Spaß macht und dem wirklich jeder nachgehen kann. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade, und anhand der Cache-Angaben kann man herausfinden, welcher Cache für einen selber geeignet ist. Sogar Personen, die nicht gut zu Fuß sind, sich aber dennoch bewegen wollen, werden hier fündig, wenn sie sich einfache Caches heraussuchen und die Wegbeschreibung genau lesen. Mit Geocaching konnte ich meinen Sohn zum spazieren gehen und wandern überreden, ohne murren. Für Einsteiger und Ausprobierer ist die Idee, mit Smartphone und der c/geo-App zu starten, gut. Auf Dauer würde ich aber ein GPS-Gerät bevorzugen, da dieses auch robuster ist.

Im Buch habe ich als Anfänger sehr viele hilfreiche Tipps gefunden, auf die ich sonst nicht gekommen wäre, da wir im Freundes- und Bekanntenkreis die einzigen sind, die Geocaching kennen und ausprobiert haben. Manche dieser Tipps sind in witzigen Geschichten erklärt. Kurz und bündig gibt es am Schluss eines jeden Kapitels eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Infos als Zusammenfassung.

Alles in allen: ein supergutes Buch gerade für Anfänger mit vielen vielen Tipps. Ich würde empfehlen, das Buch häppchenweise zu lesen, damit es nicht „zu viel“ und zu „verwirrend“ wird.

Das Buch kommt bei mir ins Regal. Oder in den Rucksack, um unterwegs nachzuschlagen.

 

Links:

Link zum Buch/Verlag: Buch Jäger des versteckten Schatzes

Link zum Geocaching Magazin: Geocaching Magazin

Link zu Marabu – Alles zum Thema GPS in der Freizeit: Marabu Geocaching/GPS

Für Kinder, Geocaching Handbuch aus dem Moses Verlag: Abenteuer Geocaching von Ramona Jakob

 

 

 

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