Mallery, Susan – Küsse haben keine Kalorien

Mallery, Susan Küsse haben keine Kalorien 978-3-95649-163-4 Mtb

Mallery, Susan
Küsse haben keine Kalorien
978-3-95649-163-4
Mtb

Inhalt:

Pralinen, Trüffel und feinste Schokoladen: Cafébesitzerin Allison Thomas ist eine Meisterin der süßen Verführung – allerdings nur, was die Herstellung zartschmelzender Köstlichkeiten angeht. Bei Männern hat sie leider kein so glückliches Händchen und lässt zur Sicherheit lieber die Finger vom starken Geschlecht. Bis Matt Baker in ihr Leben tritt. Der attraktive Handwerker renoviert nicht nur ihren Lagerraum, er ist auch

die sinnlichste Versuchung, seit es Männer gibt. Doch obwohl Ali in seinen Armen dahinschmilzt, merkt sie, dass es in Matts Vergangenheit Dinge gibt, an denen er noch zu knabbern hat …

Meine Meinung:

Zur Abwechslung mal kein Roman über das schöne Städtchen „Fools Gold“, obwohl ich den Eindruck hatte, das Setting in dieser Geschichte war „nah dran“ ein zweites Fools Gold zu sein: Santa Magdelana, genannt Saint Maggie, mit vielen kleinen regionalen und besonderen Geschäftchen und ebensolchen Bewohnern. Die Stadt liegt zwischen Meer und Weingütern, es gibt Wellness-Oasen, Frühstückspensionen, kleine süße Läden und Teestuben.

Wenn man die Inhaltsangabe liest, weiß man im Prinzip schon alles, wovon das Buch handelt. Allerdings hat die Autorin dann ganz viel drum herum ausgeschmückt, so dass sich das Ganze als ruhiger Wohlfühlroman in einer idyllischen Kleinstadt mit Meeresbrise und nachbarschaftlichen Freundschaften lesen lässt. Es wäre auch zu empfehlen, sich etwas zum knabbern beim Lesen hinzustellen, Hunger ist vorprogrammiert an diesem kulinarischem Setting!

Trotz der schweren Krise die der männliche Hauptprotagonist Matt durchmachen muss, finde ich, gibt es einige Ungereimtheiten bzw. Handlungen und Darstellungen, die mich stutzig machten und bisschen fremdeln ließen, und die ich nicht ohne weiteres, na ja, Unwohlsein ist ein zu großes Wort, die mich jedenfalls nicht die Handlung einfach so runter lesen und hinnehmen ließen.

 

***Vorsicht Spoiler ***

 

  1. Ali fährt jeden Montag um Mitternacht zu einem Spa, um dort ähnlich heimlich wie Drogendealer ihrer Schokolade an die Spa-Gäste zu verkaufen. Selbst der Direktor erscheint um Mitternacht, um sie zuerst zu rügen und dann selber Schokolade aus dem Kofferraum zu kaufen. Für diesen Humor war ich irgendwie nicht empfänglich.
  2. Zu Ali’s 30. Geburtstag kommt ein Reporter, weil ihre Mutter damals eine 1-Million-Dollar Rolle ablehnte, weil sie schwanger war. Und 30 Jahre später interessiert das noch die Welt??
  3. Matt mag nichts kulinarisches essen, er will sich bestrafen, sich nichts gönnen. Bis er eine Praline von Ali probiert, danach erwachen seine Sinne.

 

Der Schluss war dann auch einfach zu gut, beide Protagonisten mega-reich, na, da lässt es sich natürlich gut und sorglos leben und man kann ein Wohltäter und Gutmensch sein (Ali).

Fazit:

Schnell und leicht für zwischendurch zu lesen. Ein Wohlfühlroman, allerdings mit einigen Übertreibungen. Schöner Schreibstil, jedoch gab es Handlungen, die stellenweise zu „dick aufgetragen“ waren.

Es reicht nicht an die Fools Gold Reihe heran dennoch kann man es sich mit dem Buch gemütlich machen.

 

Ausführliche Inhaltsangabe:

***Vorsicht Spoiler***

 

Ali:

29, gutaussehend, lockige braune Haare, Mutter war berühmte Schauspielerin, größtes Problem: unverheiratet und kinderlos

 

Charlotte-Elizabeth:

Ali’s Mutter, mit 65 Jahren noch sehr gut aussehend und fit, wünscht sich endlich Enkelkinder

 

Miss Sylvie:

ein Schwein, dass Enkelersatz ist; es gehört Charlotte-Elizabeth

 

Matt:

40, schlank/hager, mit großem Geheimnis dass natürlich so nach und nach aufgedeckt wird: kommt aus Chicago, arbeitet in Saint Maddie als Handwerker auf Zeit,

 

Allie hat einen kleinen feinen Schokoladen-Gourmet Laden in Saint Maddie. Sie stellt allerlei verschiedene Köstlichkeiten wie Schokoladen, Pralinen, Trüffel, Scones, Muffins etc. her. Natürlich kann sie auch sonst gut kochen, und es gibt des öfteren leckere Sandwiches.

Sie ist sozial engagiert, und unterstützt fast alle berufstätigen und selbstständigen Frauen in irgendeiner Weise in dem kleinen Ort, und ist in verschiedenen Firmen Mitinhaberin.

Matt ist von Anfang ein Geheimniskrämer und Asket. Er verweigert sich genussvollem Essen, bis er mal eine Praline von Allie probiert und ab da geht es aufwärts. Er erwacht praktisch aus seiner Starre und taut auf. Dennoch stellen sich mir gerade am Anfang viele Fragen? Wer ist er wirklich? Was war ihm Schlimmes wiederfahren? Was ist in Chicago passiert? Wer ist Leigh? Warum musste sie sterben? Warum war er daran Schuld? Warum kennt er sich so gut mit Geschäftsmodellen aus? Ist er mehr als ein Handwerker? Hat er eine Firma?

Ali ist ein Freigeist, sie führt ihr Geschäft nach Gefühl, nach Bauchgefühl, sie stellt ihre kulinarischen Schokoladen mit feinen Zutaten, Magie und Liebe her. Ihr individuelles kleines Schokoladengeschäft, ein Genusstempel, führt sie mit Inspiration, Vergnügen und ist offen für Überraschungen und Ungeplantes.

Matt ist genau das Gegenteil und möchte sie überzeugen, dass aus ihrem Laden „mehr rauszuholen“ ist, dass sie ihren Gewinn maximieren kann. Sie soll ihre Lagerhaltung online mit den Lieferanten verbinden, um weitere Rabatte zu erhalten. Er will ihr Geschäft mit Lieferverträgen, Personal- und Produktplänen strukturieren.

Eigentlich ist Matt in Saint Maggie ja nur ein Wander-Handwerker, nur für ein paar Wochen da und soll in Alis Geschäft Reparaturen durchführen. Er will sich eigentlich aus allem raushalten. Deswegen fiel mir auch dieser Umschwung so schwer, als er dann wie aus heiteren Himmel Ali solche Vorschläge unterbreitet. Diese Übergänge waren nicht fließend, sondern abrupt und dadurch etwas unglaubwürdig.

Mir war auch nicht sonderlich glaubwürdig, dass er seine handwerklichen Fähigkeiten von seinem Großvater gelernt haben will, wo doch seine Familie ein Familienunternehmen im Wirtschaftsbereich ist.

Miss Sylvie, das Schwein – nein, ich fand es nicht witzig. Es war „too much“. Vor allem, wenn es noch einen Hermes-Schal trug. Die Zuneigung die Alis Mutter zu diesem Tier empfand, konnte ich nicht nachvollziehen.

Jedenfalls, wie soll es anders sein, Matt und Ali kommen zusammen, ausgerechnet in der Nacht, in der ein Jahr zuvor Matts Frau gestorben ist. Endlich hat der Leser einen weiteren Anhaltspunkt. Da Matt dies am nächsten Morgen gesteht, fühlt sich Ali „benutzt“ und so geschieht direkt nach der Liebesnacht ein Bruch in der anbahnenden Beziehung. Dann kommen auch endlich andere Ereignisse in Gang und am Schluss muss Matt sich seinem altem Leben stellen.

Ich fand es zwar ganz süß, dass er sich große Sorgen um Ali machte, die anscheinend an einem Magen-Darm-Virus erkrankt war, aber dass er deswegen seine Identität aufdeckt und einen Arzt im Privat-Jet nach Saint Maggie bringen lässt, das war einfach zu viel des Guten.

Der Schluss, natürlich ein Happy End. Obwohl mich gestört hat, dass Ali, die in Saint Maggie beheimatet und verankert/sozialisiert war, ohne weitere Widerstände nach Chicago zieht.

 

 

 

 

 

 

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