Izaguirre, Marian – Als die Träume noch uns gehörten

Izaguirre, Marian Als die Träume noch uns gehörten 978-3-8105-2667-0 Krüger

Izaguirre, Marian
Als die Träume noch uns gehörten
978-3-8105-2667-0
Krüger

Inhalt:

Eine kleine, fast vergessene Buchhandlung in der Altstadt von Madrid. Ein rätselhaftes Buch, dessen Herkunft keiner kennt. Zwei Frauen, die mit ihm auf eine weite Reise gehen – zurück in eine dunkle Vergangenheit voller Geheimnisse. Lola und Matías leben eher schlecht als recht von dem kleinen Buchladen am Ende einer Sackgasse. Da taucht ein geheimnisvolles Buch auf, von dem keiner weiß, wo es herkommt. Matías ist fasziniert von

dem Roman. Er stellt ihn, das erste Kapitel aufgeklappt, ins Schaufenster. Jeden Tag wird er eine weitere Seite umblättern.
Niemand interessiert sich für das Buch, bis eine geheimnisvolle Frau vor das Fenster tritt und liest. Lola bittet die Fremde hinein. Gemeinsam tauchen sie in die seltsame Geschichte ein. Eine Geschichte, nach der beide nicht mehr dieselben sind wie vorher… (Quelle Krüger)

Meine Meinung:

Ein Buch von der Bücherliste des Glühwein-Abend 2015 in der Stadtbücherei Simmern, dass ich gerne lesen wollte.

Kurz zum Inhalt: Die Geschichte beginnt in Madrid, eine ältere Dame folgt aus einer Laune heraus einem ihr auffälligen Mann. Es ist das Jahr 1951, alle zehren noch an den Nachkriegsjahren. Der Mann ist Buchhändler und liefert in der Stadt Bücher aus. Sie beobachtet ihn weiter und ebenso die Buchhandlung, die er mit seiner Frau führt. Die ältere Dame besucht die Buchhandlung als Kundin und nach und nach baut sich ein freundschaftliches Verhältnis auf. Als plötzlich ein Buch auftaucht und zum Lesen in das Schaufenster gestellt wird, kommen ungeahnte Ereignisse in Gang und unterschwellige Probleme die bisher im Unterbewusstsein waren, finden ihren Weg an die Oberfläche.

Aus verschiedenen Perspektiven wird von Beziehungen, begrabenen Erinnerungen, Sehnsüchten und natürlich von Liebe erzählt: die Ich-Erzählerin ist die ältere Dame (hier 51 Jahre!), und die Buchhändler Mateo und Lola und die geheimnisvolle Rose von dem Buch im Schaufenster. Die Autorin hat dies alles in einer Zeit der Kriegs- und Nachkriegsjahre in Frankreich, Großbritannien und Madrid angesiedelt.

Der Schreibstil ist wunderschön und erinnerte mich an Isabel Allende. Aber, die Geschichte ist so nichts-sagend, ich kann es gar nicht richtig erklären. Man liest es, viele Spannungsbögen lösen sich in Wohlgefallen auf und auch der Schluss des Buches ist nicht wirklich ein Höhepunkt. Das Buch plätschert vor sich hin wie ein ruhiger Fluss. Das ist sehr schade, da mir der Erzählstil eigentlich gefallen hat, aber der Inhalt so leblos war. Ich fragte mich, warum diese Geschichte überhaupt erzählt wird.

Überhaupt nicht klar kam ich mit der Darstellung der 51-jährigen Ich-Erzählerin, die sich mir als ältere Dame mit grauem Haar präsentiert hat. Das ging irgendwie gar nicht. Ich meine, gut, ich kann vielleicht noch anrechnen, dass das in den Nachkriegsjahren so war, dass man kein Geld hatte sich die Haare zu tönen, aber ich dachte bei einer älteren grauhaarigen Dame an eine 78-jährige. Das wird wohl auch jeder Leser anders empfinden und ich bin gespannt, ob ich die einzige bin, die das bemängeln wird.

Rose, die Erzählerin des Buches aus dem Schaufenster, kam mir als verwöhnte reiche uneheliche Tochter eines Earls nicht nahe. Ihr Leben scheint nur aus Gesellschaften und Partys zu bestehen, sie lebte irgendwie immer auf anderer Leute Kosten und Geld war anscheinend kein Thema.

Fazit:

Wunderschöner Schreibstil, auch stellenweise poetisch erzählt. Die melancholische Stimmung der Nachkriegsjahre in Madrid ist sehr gut dargestellt.

Allerdings sind mir die Charaktere der Hauptprotagonisten Lola, Mateo und Rose nicht sympathisch geworden, sie blieben blass und ohne Tiefe. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, es gibt zu viele Szenerien die mir aufgesetzt und zu sehr gewollt erscheinen. Das Buch lies mich etwas ratlos zurück, weder fand ich es schlecht noch gut noch mittelmäßig.

Weitere Themen die ganz am Rande oder unterschwellig eine Rolle spielen: das katholische Spanien und Irland und die Haltung zum Thema Ehe/Scheidung. Die Politische Lage in Spanien.

Ich könnte das Buch nicht wirklich jemanden empfehlen, weil es trotz der Themen nichtssagend bleibt.

 

Ausführliche Inhaltsangabe und weitere Bemerkungen:

 

* * *!! Achtung Spoiler !! * * *

Wer sich überraschen lassen will, sollte jetzt besser NICHT WEITERLESEN !

Das Buch beginnt mit der „Ich-Erzählerin“, 51 Jahre und graue Haare. Sie verfolgt einen Buchhändler, der in einem erfolglosen Buchhandel arbeitet. Die Handlung spielt zunächst in Madrid, die Ich-Erzählerin wohnt seit 13 Jahren dort. Sie erwähnt einen Henry, der verschwand. Dies weckte natürlich meine Neugierde, wer war dieser Henry? Was hat er getan? Die Geschichte fing für meinen Geschmack gut an.

Zitat Seite 179: „Manchmal höre ich Henry immer noch in meinem Träumen. Dann wache ich völlig außer mir auf, und das Herz springt mir beinahe aus der Brust, weil auf einmal nicht nur seine Stimme wieder da ist, sondern auch die unendlich große Freude, die es in mir auslöst, sie wieder zu hören.“

Irgendwann ließ die Ich-Erzählerin heimlich ein Buch in der Buchhandlung liegen. Ein Buch, das wiederum eine Geschichte aus der Sicht von einer gewissen Rose erzählt. Mateo liest das Buch und beschließt, es im Schaufenster auszustellen und jeden Tag eine Seite weiter umzuschlagen, so dass interessierte Leser das Buch vorm Schaufenster lesen können.

Als nächstes kommen Lola und Mateo zu Wort. Lola stammt aus gutem Hause, musste lange nicht auf Geld achten, arbeitet als Übersetzerin und als Aushilfe in der Buchhandlung. Mateo ist mit Leib und Seele Buchhändler, auch wenn ich mir darunter etwas anderes vorstellte als im Buch beschrieben. Mateo ist Kriegsdienstverweigerer (?), entkam mit Hilfe von Lola (hierzu später überraschendes) dem Todesurteil und verbüßte eine Gefängnisstrafe. Beide leben nun bescheiden in einer kleinen Wohnung und halten sich mit der antiquarischen Buchhandlung mehr recht als schlecht über Wasser. Der Alltag ist immer noch von den Nachkriegsjahren bestimmt, von der politischen Lage, von Bespitzelungen, Repressalien und Angst. Auch die persönliche Situation ist unbefriedigend, Mateo ist verheiratet und kann sich aus katholisch-kirchlichen Gründen nicht scheiden lassen. Mateo hat Lola trotzdem geheiratet, auch wenn diese Ehe nicht gültig ist. Beide haben sich zunächst mit dieser Situation arrangiert.

Die Ich-Erzählerin „schleicht“ weiterhin beobachtend um und in der Buchhandlung umher. Besonders das Buch im Schaufenster scheint sie sehr zu interessieren; obwohl sie es ja selber absichtlich in der Buchhandlung liegen gelassen hat. Nach und nach wird zwischen der älteren Dame, die zunächst „nur“ als Stammkundin wahrgenommen wird, und Mateo und Lola ein Freundschaftsverhältnis aufgebaut. Die Ich-Erzählerin hat besonders sensible Antennen und sie versteht sich mit Lola besonders gut. Merkt aber auch eine gewisse Traurigkeit an ihr. Mit der Zeit kommt es dazu, dass Lola der älteren Dame aus dem Buch verliest, da in der Buchhandlung nicht viel zu tun ist.

Das Buch nennt sich wohl „Das Mädchen mit dem flachsfarbenen Haar“ und handelt von einer Rose Tomlin.

Es kommt eine weitere Person zur Handlung, Mateos Ehefrau Adela ist sterbenskrank. Es werden ein paar Rückblicke auf diese Ehe aus der Sicht von Mateo erzählt, der sich jetzt Vorwürfe macht und sich schuldig fühlt. Er besucht seine Frau und hilft so gut er kann, er gibt der Nachbarin Geld, damit sich diese auch um Adela kümmert. Mateo erzählt Lola davon, die es wohl schon geahnt hat. Der Leser merkt, das Geld ist knapp und es kommt unterschwellig etwas in Bewegung. Die von Haus aus konservative Lola erinnert sich an eine peinliche Szene, in der Adela ihre Eltern besucht und den Ehebetrug aufdeckt. Lola erinnert sich voller Unbehagen daran, das Gefühl der Schande seit 15 Jahren in unehelichen Verhältnissen zu leben nimmt überhand. Gibt es überhaupt noch Liebe zwischen ihr und Mateo?

Dann wird von Lolas Elternhaus berichtet, Lolas Vater hat eine Geliebte, die Mutter will dies nicht wahrhaben. Auch hier wieder der Bezug zur Beziehung zwischen ihr und Mateo. Auch diese kurze Episode zeigt eine Schwäche der Geschichte, sie wirkt wie eingefügt, nicht echt. Und es gibt viele solcher eingefügter Szenen. So als es auch noch in der Vergangenheit Lolas eine schlechte Erinnerung gibt, die eines Tages leibhaftig im Buchladen auftaucht. Lola hat sich für Mateo geopfert, als er die Todesstrafe wegen seiner Kriegsdienstverweigerung erhielt. Diese ganze Szenerie ist irgendwie an „den Haaren herbeigezogen“. Es ist ein Seiten-Erzählstrang, der aber irgendwie keine Kraft hat. Oder, ich nehme es jetzt mal zwischendurch vorweg, als die Ich-Erzählerin von ihrer Nachbarin, die auch eine kleine Szene auf den Leib geschneidert bekam, sie Seniora Rosa nennt. Also, Wink mit dem Zaunpfahl: Seniora Rosa = Rose Tomlin.

Ebenfalls neu dazu kommen Bemerkungen über Constance, die wie sich herausstellt, die Stiefschwester von der Ich-Erzählerin/älteren Dame ist. Constance will etwas, aber der Leser wird noch bis fast am Schluss darüber im Unklaren gelassen. Es geht auch um Henry und ums Croft House, wem gehört es?

Es wechseln sich nun die Erzählperspektiven ab: es wird viel von der Person aus dem Buch erzählt, einer gewissen Rose, die Ich-Erzählerin und Lola erzählten aus ihrem Alltag in Madrid.

Es ist leider sehr offensichtlich, auch dem Leser wird ziemlich schnell klar, und deswegen schreibe ich es hier auch auf, das Rose und die Ich-Erzählerin eine Person sind. Auch wenn die Ich-Erzählerin/ältere Dame recht vage behauptet, aus Südafrika zu stammen.

Nun kommen wir zu dem Hauptteil der Geschichte, die praktisch ein Buch im Buch ist. Das liegengelassene und im Schaufenster ausgestellte Buch handelt von Rose, die bei einer Familie Hervieu in der Normandie auf einem Bauernhof aufwächst. Sie merkt von Kindesbeinen an, dass sie mit den anderen Kindern nicht gleichgestellt ist, anders behandelt wird. An ihrem 14. Geburtstag wird sie von einer Angestellten der Familie Lord Ferguson abgeholt und ganz selbstverständlich in dessen Sommerhaus, der Villa Esmeralda, untergebracht. Sie freundet sich mit der gleichaltrigen Tochter von Lord Ferguson an, mit Sarah. Sarah hat zwei Brüder, Elliot und James. Sie verbringen eine sorgenlose Zeit miteinander, aus Reiten, Gesellschaften besuchen, Lesen in der Bibliothek und Tennis zu spielen.

Schon seit geraumer Zeit ahnt Rose, dass sie die uneheliche Tochter von Lord Ashford ist. Dies bestätigt sich, als eine exzentrische Cousine von Sarah auftaucht und auch dort ihren Sommer verbringt. Die zwei Mädchen und Frances mögen sich auf Anhieb.

Von der Villa Esmeralda aus kommt Rose nicht mehr zu ihrer Familie Hervieu zurück, sondern in ein Internat in England. Über diese Zeit wird nicht viel erwähnt, erst wieder, als überraschenderweise Frances Rose dort unerwartet bei Kriegsausbruch abholt und nach Elsinor Park gebracht wird, ebenfalls wieder ein Anwesen von Lord Ferguson. Ihren Vater, Lord Ahsford, hat Rose bis dahin immer noch nicht gesehen. Obwohl Krieg ist, herrscht in Elsinor Park kein Mangel. James und Elliot werden eingezogen und James kommt verletzt nach Hause zurück. Rose kümmert sich um ihn und verliebt sich, eine Liebe, die aber nicht erwidert wird. James hat offensichtlich ein angedeutetes Verhältnis mit Frances, genaueres erschloss sich mir als Leser aber nicht. Rose muss wieder ins Internat? So genau habe ich das nicht verstanden, es geht eine Zeitlang hin und her, Rose ist mal hier und mal dort und immer hat die extravagante Frances ihre Finger im Spiel. Bis schließlich herauskommt: Frances ist die Tante von Rose! Also war Frances Schwester Rose Mutter. Endlich hat sich ein Puzzleteil für Rose gelöst, die Identität ihres Vaters war nie ein Geheimnis, aber von ihrer Mutter hat sie nichts gewusst.

Rose hat immer noch James nachgetrauert und war eifersüchtig auf Frances, auch wenn die beiden meiner Meinung nach keine lange Affäre hatten. Überhaupt erschein mir Frances in dieser Beziehung sehr freimütig und mir war auch nicht nachzuvollziehen, wie sie ihren Lebensstil finanzieren konnte.

Es kommen weitere Protagonisten dazu, ein gewisser Owen Lawson auch genannt Owen Kiefer oder Owen Wilson. Letztes erinnerte mich an den Schauspieler Owen Wilson und ich fragte mich unwillkürlich, ob dies ein Fehler im Text war. Angeblich sollte dieser Owen Lawson sehr wichtig werden für Rose, aber bis zum Schluss des Buches konnte ich diesbezüglich nichts feststellen. Dies ist beispielhaft für die Schwächen dieses Buches, es wird etwas Wichtiges angedeutet und nichts passiert. Alles bleibt nebulös im Hintergrund.

Irgendwann wohnen Rose und Frances zusammen in einem Haus in London. Die Internatszeit, über die nichts berichtet wurde, liegt hinter ihr und James ist nach seiner Genesung wieder in den Krieg gezogen und gefallen, ein Torpedo versenkte sein Schiff. Rose Freundin Sarah lebt auch in London und hat sich verlobt, etwas, das für Rose noch überhaupt nicht in Frage kommt.

Dann geht Rose Geschichte weiter aus der Sicht der Ich-Erzählerin. Jetzt weiß also der Leser, dass sie ein und dieselbe Person sind. Weiterer Hinweis: Man schreibt das Jahr 1922 und Rose ist 22 Jahre alt, genauso wie die Ich-Erzählerin erwähnte, dass sie 1951 51 Jahre alt ist. Rose ist nun in Paris, wie immer geht es ihr gut, es mangelt an nichts, es sind gleichzeitig Nachkriegsjahre. Die 20iger Jahre werden kurz am Rande gestreift, bzw. bestenfalls noch in der Mode beschrieben. Coco Chanel wird erwähnt.

Es kommen jetzt auch vermehrt Handlungs-Sprünge in der Geschichte vor, so dass ich stellenweise immer wieder zurückblättern musste, weil ich dachte, ich hätte etwas verpasst.

Wie schon gefühlt die ganze Zeit ist Roses Hauptbeschäftigung mit irgendwelchen Gesellschaften durch die Bars zu ziehen. Irgendwann lernt sie dort den Amerikaner Roger kennen, während Frances ihren zukünftigen Ehemann kennenlernt. Wieder ist ein Handlungssprung, der mich verwirrt zurück lässt, auf einmal ist es drei Monate später und Frances verheiratet und nach Amerika ausgewandert.

Rose hat eine Affäre mit Roger, den sie nur auf sexueller Ebene liebt. Roger verlässt Paris, und Rose fährt aus plötzlicher Anwandlung nicht mit ihm mit sondern zu ihrer ehemaligen Pflegefamilie, den Hervieus. Es wird ein allerletzter Besuch sein, sie haben sich nichts mehr zu sagen und Rose bricht alle Brücken ab. Sie hat niemals zu dieser Familie dazu gehört.

Zurück in London lernt sie bei Sarahs Hochzeit Henry Tomlin kennen und lieben, weiß sofort, er ist der Richtige. Henry Tomlin ist Waliser, Übersetzer und mit einer katholischen Irin verheiratet, eine Hochzeit wird niemals möglich sein. Hier ist eine starke Parallele zwischen Rose/Ich-Erzählerin/ältere Dame und Lola. Ebenfalls lernt Rose ihren Vater, Lord Ashford, kennen und ihre Stiefschwester Constance. Frances kam extra aus Amerika zur Hochzeit, ohne ihren Mann und hatte am selben Abend auf der Heimfahrt einen tödlichen Autounfall. Durch Zufall kommt heraus, dass Frances die Mutter von Rose war. Also, dass war mal wirklich eine Überraschung. Was ich dann aber wiederum nicht verstanden habe, oder vielleicht bleibt es der Phantasie der Leser überlassen, warum Frances Ehemann nicht zur Beerdigung kam.

Rose trauert wochenlang um ihre Mutter und um diesen Betrug. Ihr geliebter Henry lässt sie auch alleine. Alles klärt sich dann aber auf, Henry kommt schließlich doch und hilft Rose wieder am Leben teilzuhaben, die Liebenden sind vereint. Die große Liebe, der einzige Richtige. Sie wohnen in Paris, aber was dann passiert, ein kleines Zwischenspiel, dass ich überhaupt nicht verstehe. Roger kommt zufälligerweise für eine Nacht und Rose betrügt Henry. Also, das ist sehr widersprüchlich und passt gar nicht.

Dann geht es holter-die-polter weiter, Sarahs Mann entpuppt sich als Homosexuell, Sara ist schwanger und bringt sich um. Ebenfalls wird Rose schwanger und erleidet eine Fehlgeburt, kann keine Kinder mehr bekommen. Am Schluss wird dann noch mal eben schnell erzählt, wie Henry zu Tode kam, was aber auch nicht mehr wirklich überraschend oder bewegend war.

Zitat Seite 169: „Henry starb im Frühjahr 1939. Seit dem sind zwölf Jahre vergangen, aber ich bin immer noch hier. Und ich werde nicht gehen, bis ich weiß, dass er in Frieden ruht“.

Dann werden viele Klassische Autoren der Literatur erwähnt, wirklich viele: Gertrude Stein, Dorothy Parker, Marcel Proust, Ezra Pound, Emily Dickinson, Kafka, Faulkner, William Butler Yeats, Tschechow, Owen Lawson, Ilias, Moliere, Baudelaire, Tolstoi, Flaubert, Dostojewski, Byron, Shelley, Emily Bronte, D.H. Lawrence, James Joyce, Windham Lewis, Katherine Mansfield …

Und genau so wirkte es, einfach eine Aufzählung um der Erwähnung willens, lieblos.

 

 

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