Wilkinson, Richard und Nelson, Jo – Das Museum der Weltkulturen

Wilkinson, Richard und Nelson, Jo Das Museum der Weltkulturen 978-3-7913-7237-2 Prestel Verlag

Wilkinson, Richard und Nelson, Jo
Das Museum der Weltkulturen
978-3-7913-7237-2
Prestel Verlag

Inhalt:

Die wichtigsten Kunstschätze alter Kulturen

Die schönsten Exponate aus den berühmtesten Museen der Welt: Das „Museum der Weltkulturen“ vereint mehr als 160 Kunstwerke in akribisch detaillierten Illustrationen.
Ein Rundgang durch das Museum, von dem alle nur träumen können: Es vereinigt die schönsten Exponate, die in Wirklichkeit rund um den Globus verstreut sind. Sie erzählen vom Alltag, der Religion und der Kunst alter Zivilisationen und geben uns unschätzbare Einblicke in das Entstehen unserer eigenen Kultur. Schmuck, Waffen, Alltagsgegenstände und Kunstwerke – mehr als 140 Gegenstände aus den vergangenen Kulturen der Chinesen, Römer, Mayas, Kelten u. v. m. zeichnen in detailgetreuen Illustrationen ein eindrucksvolles Bild lang vergangener Zeiten. (Quelle Prestel Verlag)

Meine Meinung:

Das Buch ist wunderschön! Als es bei mir ankam, war ich zunächst erstaunt über die Größe (27x68cm) und gleichzeitig sofort begeistert. Der Anblick und das haptische Gefühl beim anfassen ergaben eine perfekte Symbiose. Ich konnte nicht anders, ich musste mit der Hand drüber streicheln, bevor ich die ersten Seiten aufschlug.

Und schon „stand“ ich im Eingang des Museum (die Inhaltsangabe) und konnte mir nun aussuchen, welchen Saal (Kapitel) ich zuerst betreten sollte:

Saal 1: Afrika

Saal 2: Amerika

Saal 3: Asien

Saal 4: Europa

Saal 5: Naher Osten

Saal 6: Ozeanien

Bibliothek

 

Im Eingangsbereich wird zunächst die Frage geklärt „Was ist Archäologie?“ bevor ich auf der nächsten Seite eine äußert praktische Zeitleiste anschauen durfte: eine sehr perfekte Übersicht über einige Artefakte die im Buch beschrieben sind. Die jeweilige Illustration „liegt“ auf einer Zeitleiste, die eine Datierung möglich macht und außerdem auf einer „Zuordnungs-Leiste“, es wird unterschieden zwischen Afrika, Amerika, Asien, Europa, Naher Osten und Ozeanien. Neben der Illustration werden kurz und knapp die ersten Infos gegeben.

Beispiel: Ich suche mir Artefakt anhand der Illustration aus, z.B. die Doppelköpfige Mosaik Schlangen der Azteken. Ich kann anhand der Zeitleiste oben am Rand des Buches sehen, dass sie „auf ca. 1500 nach Christus liegt“. Wenn ich die Leiste, auf der die Schlange liegt, weiter nach links verfolge, erscheint am linken Buchrand die Zuordnungs-Leiste. Die Schlange ist in der Amerika-Leiste vermerkt.

Dazu gibt es neben der Illustration der Schlange noch ganz kurze Informationen, unter anderen auch, auf welcher Seite im Buch die Schlange ausführlich vorgestellt wird.

Die Säle sind dann in Kulturen untergliedert, im Europasaal finden sich die Themen über die Kelten, Altes Griechenland, Altes Rom und die Wikinger. In Amerika die Olmeken, Maya, Azteken, Hopewell und Pueblo Kultur.

Zu jeder Kultur gibt es eine kleine Einführung: „Wann waren z.B. die Kelten?“ „Von was wurden die Kulturen geprägt?“ oder „Gibt es Bräuche oder ähnliches davon, die bis heute überlebt haben?“ oder „Warum ging diese Kultur zu Ende?“. Unter der Einführung werden dann die verschiedenen Artefakte erklärt, die auf der jeweils rechten oder linken Seite illustriert sind.

Das „Alte Rom“ nimmt gleich mehrere Seiten ein, auf Seite 62 werden folgende Illustrationen und Artefakte beschrieben: Wasserspeier, Die Portlandvase, Jupiterstatue und ein Mosaik. Oder im „Alten Ägypten“ den Sarg der Henutmehyt, ein Miniatur-Halskragen, ein Horusfalke oder ein Schafsbock-Amulett. Oder mal etwas eher Unbekanntes aus Korea: eine Goldkrone, eine hausförmige Urne, eine eiserne Pferderüstung oder eine vergoldete Bodhisattva-Statue.

Besonders interessant fand ich ein Artefakt aus Asien: Auf Seite 45 ist ein kleiner Schlüssel-ähnlicher Gegenstand abgebildet, wie ich nachlesen konnte, ist es sogenanntes „Messergeld aus Bronze“, und sieht unseren heutigen Schlüsseln sehr ähnlich.

Beim durchblättern des Buches fielen mir auch noch einige andere Artefakte ein. Natürlich kann das Buch nicht vollständig sein, es soll einen Anreiz bieten, selber mehr zu entdecken. Vor kurzen habe ich das Buch „Der Tanz der Häsin“ von Dieter R. Fuchs

(https://buecherfuellhorn.wordpress.com/2015/10/28/fuchs-dieter-r-der-tanz-der-haesin-3/)

gelesen und habe mich sofort an die Netsuke erinnert. In diesem Buch hier sind keine vorgestellt, hätten aber sicherlich auch dazu gepasst.

Ebenso vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch von Andreas Steinhöfel „Beschützer der Diebe gelesen“ (Link zur Rezension: https://kibureich.wordpress.com/2016/03/19/steinhoefel-andreas-beschuetzer-der-diebe/). Es ist einfaches Kinderbuch, aber das Schöne daran ist, dass ein Teil davon im Pergamon-Museum in Berlin spielt und sofort hat man einfache und fiktive Anschlussliteratur für Kinder von 7-12 Jahren, aber durchaus im weitesten Sinne zu diesen Buch passend.

Fazit:

Das Buch bietet eine Auswahl an faszinierenden Gegenständen aus früheren Zeiten. Interessierte Kinder und Erwachsene können unendlich lange darin stöbern, anschauen und lesen. Ein Buch, dass in jeden Museums-Shop gehört und das auch jedes Kind mit Interesse an geschichtlichen Dingen haben sollte oder auch für jedes Kind, um das geschichtliche Interesse zu wecken!

Empfehlenswert!

Lieblingsbuch!

 

 

 

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3 Kommentare zu “Wilkinson, Richard und Nelson, Jo – Das Museum der Weltkulturen

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