Jäger, Nicole – Die Fettlöserin

Jäger, Nicole Die Fettlöserin 978-3-499-63116-0 Rororo

Jäger, Nicole
Die Fettlöserin
978-3-499-63116-0
Rororo

Inhalt:

«Der Spiegel sagte, ich sei fett. Die Waage sagte: Bitte nicht in Gruppen aufsteigen! Mein Umfeld sagte schon lange nichts mehr. Die ungeschönte Wahrheit: Ich war Mitte 20, sah unmöglich aus und fühlte mich schrecklich. Ich konnte vor Rückenschmerzen kaum laufen und war so beweglich wie eine Wanderdüne. Im Krankenhaus sagte man mir, mein Gewicht läge bei weit über 340 Kilogramm. DreihundertWAS? Das konnte einfach nicht sein. Ich kaufte mir

also Waagen. Zwei. Denn eine allein, selbst wenn sie bis 250 Kilo ging, zeigte mein Gewicht nicht an. Einen Heulkrampf später stellte ich mich darauf, einen Fuß auf jeder Waage. Es reichte nicht. Also begann ich, Kleinigkeiten zu verändern. Gute acht Monate später gab es endlich eine Zahl. Und was für eine: 315 Kilogramm! Seit diesem Tag habe ich über 160 Kilo abgenommen und bin noch lange nicht am Ziel – und erst recht nicht am Ende. Es geht eben doch! Und das will ich zeigen: 

ohne Operationen, ohne zu hungern, ohne dauerhaften Verzicht, ohne Pillen, dafür aber mit Sport, Ernährung, Wissen, Aufklärung, viel, viel Ehrlichkeit und vor allem einem Augenzwinkern. Ich bin die Fettlöserin. Und wenn ich es kann, dann kann es jeder.»
Nicole Jäger bezeichnet sich selbst als fette Frau – sie weiß, was es heißt, übergewichtig zu sein und abnehmen zu wollen. Über 160 Kilo hat sie schon geschafft, ohne Operation und absurde Diäten, und sie hat aus ihren Erfahrungen und ihrer Expertise als ausgebildete Heilpraktikerin ein Coaching für all jene entwickelt, denen es ähnlich geht. Der Erfolg gibt ihr Recht, denn nicht jede/r Übergewichtige hat Lust darauf, sich von einer durchtrainierten Size-Zero-Beauty erklären zu lassen, wie man Gewicht verliert. Nun erzählt Nicole Jäger ihre ungewöhnliche Geschichte – witzig, frech, inspirierend und sehr unterhaltsam.
Meine Meinung:

Das Cover und den Titel finde ich ziemlich heftig, im Sinne von ziemlich mutig. Frau Jäger hat ein sympathisches und hübsches Gesicht, man ahnt aber auf dem Foto die Kilos, die sie „mehr“ mit sich trägt. Wie sie im Buch erwähnt, ist sie „obenrum“ schon immer „schlanker“ gewesen und versucht diese Schokoladenseite natürlich zu betonen.

Eigentlich kann sich jeder denken, der schon mal versucht hat abzunehmen, und das ist wahrscheinlich so gut wie jeder von uns, dass es (noch) kein Patentrezept dafür gibt. In der Inhaltsangabe wird geschrieben, dass Frau Jäger unglaubliche 160kg abgenommen hat. Wer jetzt erwartet hat, eine genaue Diät-Anleitung a la „ich habe nur Ananas gegessen“ oder „es gibt da dieses magenfüllende Pulver“ und „damit hat‘s geklappt“, der hat schlicht und einfach nicht verstanden, was eine Adipositas permagna zu bedeuten hat. Hier ein Zitat aus dem Vorwort:

 

Zitat Seite 9: „Dies ist übrigens kein Abnehmratgeber. Sorry. Dies ist auch kein Buch über den neuesten heißesten Scheiß in Sachen Diäten oder die Schablone für deinen nächsten Ernährungsplan, und ich verspreche dir, du findest hier drin nicht ein einziges Rezept. Es ist noch viel schlimmer als das. Dies ist ein Buch über das Abnehmen, genauer gesagt über meinen Weg abzunehmen und über die ungeschönte Wahrheit in Sachen Übergewicht. Dies ist ein Buch über Dinge, die das Fettsein echt lästig machen, und darüber, wie unfassbar ätzend Abnehmen sein kann. Dies ist ein Buch über mein Leben, und es wird ganz schön eklig und traurig und dramatisch, und ich hoffe, dass du laut lachen wirst“

 

Wäre abnehmen so einfach – es gäbe keine Dicken mehr auf der Welt!

„Fette Menschen“ sind hierzulande einem regelrechten Spießrutenlauf ausgesetzt, und das ist wohl auch der Grund, warum man nicht mehr so viele von ihnen zu sehen bekommt. Wie Frau Jäger wird sich dann ein Leben zu Hause in der Wohnung eingerichtet, fast schon ein Leben im goldenen Käfig. Unsere Gesellschaft ist noch nicht so weit, voll und ganz „Andersartige“ egal welcher Art zu tolerieren und integrieren. Gegafft wird immer. Wer das nicht aushalten kann, zieht sich zurück und eine Abwärtsspirale setzt sich in Gang. Deswegen empfinde ich dieses Buch als so wichtig, dass endlich jemand von den „Adipösen“ den Mut aufbringt, sich aus der Komfortzone raus wagt, stellvertretend für alle anderen. Dass es mit dem Abnehmen auch noch geklappt hat, wunderbar.

Die Beschreibungen die ein Leben mit Adipositas mit sich bringen, sind in diesem Buch aus persönlicher Perspektive detailliert aufgeführt. Viele Betroffene werden sich endlich verstanden fühlen.

Der „Ausflug“ in die Adipositas-Klinik ist für alle Interessierte sehr wichtig, da hier nicht aus Erfahrungen aus einem Flyer oder Hochglanzprospekt gesprochen wird, sondern von einer persönlich Betroffenen. Was für OP-Methoden gibt es? Welche Nebenwirkungen? Auf was muss ich achten? Nicole Jäger gibt ungeschönte Einblicke und eigene Gedanken zu einer Magen-Darm-Bypass-OP, und jeder Adipositas-Patient, der einen solchen Eingriff plant, sollte zumindest diese Stelle gelesen haben. Es gibt viele Risiken, auch nach der OP: Nährstoffmangel, Suchtverlagerung, Depressionen bis hin zum zu suizidalen Gedanken. Frau Jäger hat sich in letzter Minute gegen die OP entschieden.

Schonungslos werden ebenfalls Schwimmbadbesuche, Training im Fitness-Center und auch Situationen am Flughafen und im Flugzeug geschildert. Mehr muss ich gar nicht schreiben, das „Kopfkino“ läuft bei den meisten auch so, oder?

Frau Jäger selber geht ziemlich kritisch mit sich selber um, dass musste sie wohl auch, wenn sie nicht bis zum Tode „weiterfressen“ (*sorry Ausdruck*) wollte. Trotzdem bedeutet ihre Entscheidung abzunehmen, ein größtes Maß an Disziplin. Dafür muss man sie bewundern.

Nur scheinbar paradox ist die Annahme: Wer abnehmen will, muss essen!

Die Sprache in diesem Buch ist locker-flockig mit vielen Kraftausdrücken, die sich aber gut überlesen lassen.

Fazit:

Das Buchlässt sich schnell lesen, lockere ironische Sprüche und witzige Umschreibungen machen es kurzweilig. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber Nicole Jäger packt dich schon mal am „Schlawittchen“ und schüttelt dich, endlich auf die Beine zu kommen. Der geneigte Adipositas-Patient sollte von diesem Buch keine Revolution erwarten, keine Ernährungspläne und schon gar keine Wunderwaffe gegen das Übergewicht. Nicole Jäger gibt dennoch sehr viele Tipps, Tipps, die sich manchmal „von hinten anschleichen“, versteckte Impulse für alle, die sie wirklich brauchen. Ich habe viele Zitate aufgeschrieben, über die es sich nachzudenken lohnt, aber nicht im schnellen drüber lesen, sondern im Nachgang, tiefer. Nicole Jäger bringt es auf den Punk, in einer klaren Sprache, wie in einem intimen Gespräch zwischen Freundinnen.

Bewundernswert, diesen Weg schonungslos ehrlich aufzuschreiben, öffentlich zu machen.

 

Link zum Buch + Buchtrailer: http://www.rowohlt.de/taschenbuch/nicole-jaeger-die-fettloeserin.html

 

Ausführlicher Inhalt:

 

 

*** Vorsicht Spoiler ***

Nicole Jäger wiegt 340kg, als sie eines Morges mit Herzrasen aufwacht, und denkt, dass sie einen Herzinfarkt hat. Sie stellt sich in allen kleinen peinlichen Einzelheiten vor, wie die Feuerwehr sie durch das Fenster retten muss. Sie stellt sich auf die Waage und ist geschockt. Zu lange schon hat sie ihren wahren Körper gedanklich verdrängt. Sie ist die „Königin des Selbstbeschiss“, hat ihr Gewicht lange weggeredet und ignoriert. Dieser gefühlte Todesmoment während des Herzrasens ist der Auslöser, über ihr Leben und ihr Gewicht nachzudenken, sich aus der Komfortzone zu bewegen und den steinigen Weg der Gewichtsabnahme zu gehen.

Zunächst berichtet sie von ihrer Kindheit und den Kur-Klinik-Aufenthalten zum Abnehmen. In den 80iger und 90iger Jahren gab es noch ganz andere Konzepte zur Gewichtsabnahme und die psychologische Seite wurde eher außer Acht gelassen. Dies ist heute Gott-sei-dank anders. Es gibt sogar spezielle Psychotherapeuten, die auf Essstörungen spezialisiert sind, und es gibt spezielle Essstörungs-Kliniken.

 

Zitat Seite 9: „ Schuld und Angst sind Gefühle, die sich übrigens wunderbar wegessen lassen“.

 

Was hat dich so bloß so ruiniert? – Fragt sich Nicole Jäger.

Ich glaube, eine eindeutige Antwort gibt es darauf nicht. Vielleicht eine allgemeine, man hat aufgehört zu kämpfen, ist müde geworden im Angesicht der vielen erfolglosen versuche.

 

Zitat Seite 41: „… habe ich mich selbst um Jahre meines Lebens betrogen.“

 

Zitat Seite 43: „… Essen war für mich die Antwort auf alles, auf jedes Gefühl, jedes Ereignis, jede Tageszeit.“

 

Der erste Gang zum Arzt seit Jahren. Welchen Mut das kostet, das wissen wohl nur die Fettsüchtigen selber, sich nackt zu machen, sich zu entblößen – und dann an den falschen Arzt zu geraten. Ganz ehrlich, besagte Ärztin die Frau Jäger schildert, gehört der Ärztekammer (?) gemeldet. Wer solche Ansichten hat, sollte kein Arzt sein. Leider gibt es derer wohl öfter.

 

Adipositas = Fettsucht

Adipositas permagna = sehr große Fettsucht (morbid/krankhaft)

Dann der Gang zu einer Adipositas-Ambulanz: sich halbwegs verstanden fühlen und endlich endlich einen einfachen Weg aus dem Dilemma gezeigt bekommen: die Magen-Darm-Bypass-OP! Wie froh war Frau Jäger, als sie diesen vermeintlichen einfachen Weg gehen konnte. Oder? Die Risiken – erst mal ausgeblendet. Der Termin – schnell gemacht. (klar, die Krankenhäuser wollen auch verdienen).

Wie gut, dass ein guter Freund sie auf den Boden der Tatsachen holte:

 

Zitat Seite 63: „Wie, dann darfst du Wochen lang nichts essen, sondern nur trinken nach der OP? Na ja, dass kannst du auch ohne OP, dafür musst du echt nicht unters Messer!“

 

Dieser einfache Satz bringt sie zum nachdenken. Der Satz hat eine absolute Wahrheit in sich. Nicole Jäger denkt richtig gut nach, geht tiefer, in die Psyche. Es kommt der Gedanke:

 

Zitat Seite 65: „Schneidet der Chirurg das Gefühl auch mit weg?“

 

Denn, und dass vergessen die meisten: Die Gefühle, die mit dem Essen verbunden sind, sind auch nach der OP noch weiterhin da, nur mit dem entscheidenden Vorteil/Nachteil (wie man es sieht), dass man nicht mehr so viel essen kann. Was passiert, wenn ich nur ein/zwei EL Jogurt und ein Ei am Tag essen kann? Wohldosiert, wohlgemerkt? Was passiert mit mir? Wohin mit meinen Gefühlen die an das Essen gekoppelt waren? Das „mit dem Hammer auf den Finger hauen –Beispiel“ aus dem Buch beschreibt stellvertretend für das Essen, was mit einem passiert. Und letztlich ist auch das ein Risiko dieser oder auch der Magenverkleinerungs-OP oder Magen-Darm-Bypass-OP, dass diese Gefühle anders kompensiert werden müssen, und schließlich eine Suchtverlagerung stattfinden kann, z.B. hin zum Alkoholismus. Oder auch die Folgebehandlung: Bedingt durch Nährstoffmangel muss man ein Leben lang synthetische Vitamine und ähnliches zu sich nehmen, weil durch die geringe Nahrungsaufnahme und den „schnellen Durchlauf“ fast überhaupt keine Nährstoffe vom Körper mehr aufgenommen werden können. Will ich das? Mein Leben lang auf Tabletten angewiesen sein? Überhaupt: Diese OP ist nicht mehr rückgängig zu machen. Gibt es überhaupt schon Langzeitforschungen dazu? Was passiert, wenn man krank wird und bestimmte Medikamente nehmen muss und der Körper auch diese nicht mehr aufnimmt? Alles intravenös? Und überhaupt wenig bekannt: Depressionen nach der OP bis hin zu suizidalen Gedanken. Diese alles war nicht der Weg der Autorin.

Sicherlich kennt jeder die Sache mit den „guten Vorsätzen“? Man sucht sich einem Startpunkt, ein Datum, am besten eines in weiter Zukunft, nächste Woche oder am ersten Mai, und haut vorher nochmal richtig auf die Pauke. Denn, danach muss man sich kasteien. In diesem groben Zusammenhang hat Frau Jäger einen Satz in Ihrem Buch geschrieben, der absolut richtig und wichtig ist und sich nicht nur auf Adipositas anwenden lässt:

 

Zitat Seite 78: „Frage dich zu Beginn eines jeden Abnehmversuchs: Will ich das, was ich bei dieser oder jener Methode tun muss, um abzunehmen, für den Rest meines Lebens tun. Ja oder nein?

Sollte die Antwort auf diese Frage <nein< lauten, dann fang bitte nicht und zu keiner Zeit damit an. Ein Weg, der ….“

 

Das „Fett weg“ bekommen im Buch so ziemlich sämtliche Diäten, und das meiner Meinung nach aus guten Grund: eine Diät ist immer nur begrenzt, laut Frau Jäger sollte man aber bestimmte Gewohnheiten für sein Leben lang ändern, was natürlich ungleich schwieriger ist. Die aktuelle Diät, die momentan in jeder Zeitschrift zu finden ist, ist auf Kohlenhydrate zu verzichten und wird ebenso besprochen, wie die Ananas Diät. Für die Glyx-Diät (glykämischer Index) gilt die Empfehlung, besonders die langkettigen Kohlenhydrate zu essen, welche wiederum den Blutzuckerspiegel nicht so schnell „rauf und runter“ spielen lassen. Dies ist sehr ausführlich und vereinfacht im Buch geschildet. Es geht in dieser für mich etwas langatmigen, aber sicherlich sehr wichtigen Lektion um Zucker, Kohlenhydrate, Fett, Low Carb, Paleo, Blutzucker, Hungerstoffwechsel, Light Produkte und das Verhältnis zu unserem Körper.

Für den 3-Punkte-Plan muss jeder in sich hineinhorchen: Wo befinde ich mich gerade? Wo soll die Reise hingehen? Wie komme ich dort heile an …?

 

Vorurteile gegenüber Dicken, die es leider immer wieder gibt:

-Dicke trinken nur Cola.

-Dicke essen nur Sahnetorte.

 

Verletzende Aussagen

Nicole Jäger beschreibt den täglichen Spießrutenlauf einer Dicken. Nicht immer schön zu lesen, wie gut, dass sie sich zu wehren weiß. Auch wenn es nicht immer spurlos an ihr vorübergeht, hat sie doch meist einen passenden Spruch auf Lager und ein Rückgrat aus Beton.

Auch mit gutgemeinten Tipps von Normalgewichtigen hat sie so ihre Erfahrungen und schildert mehrere Beispiele, denn die meisten wollen einfach nur ihre Meinung kundtun und lassen sich auch auf keine Diskussion ein. Vielleicht fühlt sich der ein oder andere Leser ja ertappt und bessert sich!

 

Gewicht-Plateaus:

Nicole Jäger macht Mut, diese durchzustehen und zeigt am eigenen Beispiel, welche Fehler man machen kann. Z.B. Formula Diäten, Slim Fast, Almased. Aber: aus Fehlern lernt man bekanntlicherweise ja.

 

Zitat Seite 104: „Alle Menschen scheinen zu wissen, wie es geht, ganz besonders die, die es nicht nötig haben.“

 

Nach ihrem „Herzinfarkt-Schock“ hat sich Nicole Jäger über ein Jahr lang mit der Materie Adipositas, Diäten, Kohlenhydrate, Operationen usw. befasst. Sie hat recherchiert, nachgefragt, Infos gesucht, gegrübelt, gezweifelt … Was ist schiefgelaufen?

 

Zitat Seite 154:

Ich habe diätet und gehungert, oder ich habe gegessen.

Ich habe mich zu wenig bewegt.

Ich habe mich vernachlässigt.

Ich habe die Kontrolle verloren.

Ich habe gewartet, statt zu handeln.

Ich war unehrlich und nachlässig.

 

Zitat Seite 158: „… Du hast einfach nur nie gegessen. Fressen ist kein Essen. Hungern ist kein Essen. Ich habe keine Ahnung was du da machst, aber essen kann man das ja wohl nicht gerade  nennen …“

 

Zitat Seite 157: „…Essen war immer Belohnung oder Bestrafung. Essen war nie losgelöst von Gefühlen, sondern immer mit Ereignissen verknüpft.“

 

… und dann angefangen, abzunehmen. Das war ein langer, langer Prozess und ein weiter Weg.

 

Zitat Seite 159: Heute weiß ich, das man oft an seinem Vorhaben scheitert, weil sie einfach zu groß sind und man selbst nicht demütig genug ist, um zuzugeben, dass das alles viel zu viel ist.

 

Sport:

Wieder auf die Beine kommen, klein anfangen. Im Fitness-Center anrufen, Termin vereinbaren, Glück haben mit einem verständnisvollen Trainer. Spazieren gehen, ein Kraftakt, aber man kann es schaffen. Danke für die Ehrlichkeit, 1,6 km in 3 1/2 Stunden, Nicole Jäger hat Recht, so kann man es schaffen, es muss nicht gleich ein Marathon sein. Es musste halt nur mal jemand schreiben, wer langsam geht kommt auch ans Ziel. Wichtig ist, dass man sich überhaupt bewegt.

 

Schwimmbadbesuche:

Blicke, Kommentare … Muss man nicht viel drüber schreiben, hat jeder Dicke schon mal mitgemacht, oder? Danke für die Ehrlichkeit. Es musste mal jemand aus dieser Sicht darüber schreiben. Ein interessanter Tipp: ein wasserdichter MP3 Player, um Hörbücher zu hören, beim Bahnen ziehen, finde ich eine gute Idee.

 

Im Lebensmittelladen: Als Dicke kann man es nur falsch machen, oder?

Fressanfälle: Der lebenslange Kampf dagegen.

Skurrile Abnehm-Methoden: Bandwürmer, Zungenpflaster, Magenpumpen to go (Aspire System).

 

Kraftausdrücke in der Erzählsprache, darüber muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, begeistert bin ich nicht, aber ich konnte gut darüber hinweg lesen:

Zitat Seite 38: „Ja, das Leben fickt einen manchmal …“

 

Zitat Seite 39: „Kranker Scheiß. Erzähl mal!“

 

Zitat Seite 39: „Hab doch mal Eier in der Hose“

 

Zitat Seite 45: „Ich weiß das alles, weil ich den ganzen Dreck selber durch gemacht habe.“

 

Zitat Seite 57: „Geilo, dieser Klugscheiß-Sprech“.

 

Zitat Seite 73: „Und wenn ich faule Sau es schaffe …“.

 

Zitat Seite 78: „Abnehmen ist ein Arschloch“.

 

 Sprüche zum Dagegenhalten:

Zitat Seite 109: „…wenn ich sie direkt anschaue und frage, ob ich mich evtl. noch einmal drehen solle, damit sie auch alles sehen könne.“

 

Zitat Seite 211: „Schätzelein, ich bin fett, nicht taub.“

 

Alles in allem, ich bewundere Nicole Jäger für ihren Mut, ihr Selbstbewusstsein, ihre Hartnäckigkeit und wünsche ihr weiterhin noch viel Durchhaltevermögen für ihre kommenden Ziele.

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Jäger, Nicole – Die Fettlöserin

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