Knigthley, Claire – Dark Moon

Knigthley, Claire Dark Moon 978-3-473-35337-8 Ravensburger Buchverlag

Knigthley, Claire
Dark Moon
978-3-473-35337-8
Ravensburger Buchverlag

Inhalt:

Als Lydia im Wald auf einen verwirrten jungen Mann trifft, ist sie verängstigt und fasziniert zugleich. Seine Haut schimmert blass, an Gesicht und Händen hat er Verbrennungen. Verzweifelt bittet er Lydia um Hilfe. Sie bringt den schönen Fremden zu sich nach Hause, doch wenige Stunden später ist er verschwunden. Noch ahnt Lydia nicht, dass ihr Schicksal bereits untrennbar mit dem seinen verknüpft ist – und dass ihr Blut sie zu etwas ganz

Besonderem macht. (Quelle Ravensburger Verlag)

Meine Meinung:

Wieder einmal wurde ich durch ein besonders schönes Cover zu einem Buch verführt, zu dem ich vielleicht nicht unbedingt gegriffen hätte. Die silbernen und grauen Rosenzweige auf dunklem Hintergrund wirken mit den roten Bluttropfen ….

Die Geschichte handelt von den Jugendlichen Lydia und Mark. Sie sind über ein Jahr zusammen und kennen sich schon ewig. Sie wohnen in der Nähe von Vancouver, Kanada, in einer Kleinstadt. Beide wohnen noch bei ihren Eltern. Das Leben plätschert normal dahin, bis die Firma von Marks Eltern Pleite geht und sie die wunderschöne Villa am Meer verkaufen müssen. Es zieht die 70ig-jährige, mysteriöse Emilia ein. Damit beginnen in der Umgebung seltsame Tötungen von Tieren und schließlich sterben auch zwei Menschen. Lydia fühlt sich zu Emilia hingezogen, Mark und Lydias Grandma, eine Squamisch (First Nation) warnen sie. Doch Lydia geht ihren eigenen Weg.

Der Anfang des Buches hatte für mich thriller-artige Momente, etwas, das ich zur Zeit gar nicht lesen will. Aber diese Momente gehen vorbei und ich musste dann auch nicht mehr ängstlich bei jeden Geräusch zusammen zucken. Allerdings machte die Geschichte dann  eine Wendung. Hatte ich zunächst mystisches, magisches oder dämonisches erwartet, tauchten dann aber Vampire auf und bestimmten die Handlung bis zum Schluss.

Da ich in letzter Zeit viel Phantastisches aus diesem Genre gelesen habe und so einen guten Vergleich habe, konnte mich diese Geschichte nicht so ganz überzeugen. Es gibt Serien, die einfach besser geschrieben sind. Eigentlich lieben Vampire heiß und innig, wenn sie denn mal lieben, und so war es auch hier sicherlich Absicht, aber es kam so abrupt. Das hat nicht gepasst, weil ich mich als Leser nicht darauf einstimmen konnte. Es gab kein Vorher, kein kennenlernen und kein anbandeln. Jack Valentine hatte gerade mal vor zwei Tagen seine Gefährtin verloren und liebt jetzt schon heiß und innig Lydia? Das habe ich ihm nicht abgenommen und so dachte ich auch die ganze Zeit, er würde noch etwas im Schilde führen.

Am Anfang geht es noch gemächlich los und auf den letzten Seiten passieren dann ziemliche viele Dinge. Da die Geschichte für mich bis dahin  an Reiz verloren hatte, habe ich die letzten Seiten einfach nur noch überflogen.

Vielleicht lag es dann auch daran, dass ich mir nicht sicher war, wie ich den Schluss deuten sollte.

Denn eigentlich war für mich schon klar, mit wem sie zusammen bleiben würde, aber könnte es sein, dass es ihr genau so erging wie ihrer Mutter?

Fazit:

Eigentlich eine gute Geschichte für junge Leser die einen Einstig in das Thema Liebe/Phantasie/Vampire suchen. Für Kenner des Genres ist die Handlung nicht so spannend geschildert und es fehlt auch an Tiefgang der einzelnen Charaktere.

Interessant war für mich wiederum ein (wirklich) kleines Hintergrundwissen über die Squamisch ( Nordamerikanischen Ureinwohner) zu erfahren.

Ausführliche Inhalt und weitere Bemerkungen:

***Achtung Spoiler ***

Wer sich vom Buch überraschen lassen will, sollte besser nicht weiterlesen.

Ausführlich:

Die Geschichte handelt von Lydia und Mark. Sie sind schon über ein Jahr zusammen und kennen sich schon ewig. Beide vertrauen einander. Mark sieht aus wie ein Surfer und ist Lydias „Point Guard“, so etwas ähnliches wie ein Fels in der Brandung.

Lydia ist ein junges Mädchen, ich würde sie auf vielleicht 16-17 Jahre schätzen, sie hat dunkles langes Haar. Beide wohnen noch bei ihren Eltern. Lydias Elternhaus würde ich der gehobenen Mittelklasse zuordnen, mit Pool und großen Garten. Ihre Mutter ist Chefärztin im Krankenhaus und ihr Vater CEO bei einer der größten Tageszeitungen in Vancouver. Marks Eltern sind Bauunternehmer, die Firma ist leider aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten, die nicht näher erläutert werden, von der Pleite bedroht. Die wunderschöne Villa mit riesigen Fensterfronten und Blick aufs Meer und die Skyline von Vancouver mussten sie bereits verkaufen. Marks Vater hat seitdem ein Problem mit dem Alkohol und zieht die die ganze Familie „runter“. Als Lydias Eltern zu einer Gartenparty einladen, zu der auch der Chef der Bank, Herr Merger, mit seiner Gattin erscheint, dieser sitzt im Entscheidungsgremium zur Kreditbewilligung eines Darlehens, das für die Bauunternehmung von Marks Eltern zuständig war. Der Kredit wurde nicht genehmigt und als Marks Vater alkoholisiert auf der Party erscheint, gibt es Streit unter den Gästen.

Aber die Geschichte beginnt bereits etwas früher, als Mark und Lydia unterwegs zur Villa sind, die Marks Eltern verkaufen mussten. Sie finden ein totes Reh am Straßenrand, das eine merkwürdige Verwundung aufweist: Die Kehle ist durchgeschnitten und ein Schuss in die Hinterläufe ist sichtbar. Seltsamerweise gibt es kein Blut. Die Polizei wird gerufen und bestätigt, dass es schon mehrere solcher Fälle gegeben habt.

In der Villa angekommen, erscheint die neue Besitzerin Emilia Frazetta. Obwohl sie kurze graue Haare hat, 70 Jahre alt ist, sieht sie aus als ob sie Ende 40 gewesen wäre. Sie ist Galeristin und Vegetarierin. Lydia mag sie sofort, aber Mark fühlt sich sehr unwohl bei ihr. Das sind auch die ersten thriller-artigen und subtilen Momente. Mir war Emilia aber sympathisch, auch wenn ich mir nicht sicher war, wer oder was sie ist und was sie vorhat. Hat sie irgendwelche magischen Kräfte? Sie fragte Lydia nach ihrer Herkunft aus, und wie ihre Grandma ist Lydia eine Squamisch (Amerikas First Nations), die von den nordamerikanischen Ureinwohnern abstammt. Mark geht es so schlecht, dass sie Emilia und die Villa überstürzt verlassen müssen.

Später erzählt Lydia ihrer Grandma Roseann davon. Der Leser spürt, dass diese sogleich ganz hellhörig wird und seltsam reagiert, als hätte sie böse Vorahnungen. Zudem „warnt“ sie Lydia mit vagen Worten vor Emilia. Lydia liebt ihre Grandma, sie ist so „rund und weich“ aber trotzdem eine starke Frau. Außerdem für die Stammesangelegenheiten zuständig und aktiv (INAC).

Am nächsten frühen Morgen fährt Lydia für ihre Grandma einkaufen und der Leser erlebt mit ihr zusammen eine sehr beklemmende Szene in einem Supermarkt. Huh. Ich bin sehr empfänglich für solche Stimmungen, aus diesem Grund mag ich nach Möglichkeit keine Thriller lesen und ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, den Roman an dieser Stelle zu beenden, aber die Neugierde hat mich dann doch weiter getrieben. Auf dem Nachhauseweg schafft Lydias alter Käfer während eines extremen Regenschauers die Wassermassen nicht zu verdrängen, Lydia fährt langsam und hält an, als ihr kurz darauf jemand von hinten aufs Auto fährt. Es ist Emilia. Lydia stellt fest, dass Emilia auch in diesem Supermarkt war, und dass in Emilias Auto überall nach Rosen duftet.

Nachdem die Formalitäten geklärt sind, fährt Emilia Lydia zur ihrer Grandma. Dort spielt sich eine merkwürdige Szene ab. Lydia bemerkt die sofort eintretenen Spannungen zwischen den zwei Frauen und hat das Gefühl, dass beide sich kennen.

Als Lydia diese Erlebnisse später Mark erzählt, denkt sie, dass Emilia den Unfall absichtlich verursacht hat. Mark jedoch hat andere Sorgen, denn sein Vater ist in eine Entzugsklinik gegangen.

Beide wollen Abends zu ihrem Lieblings-Kuschelplatz am Meer gehen, als Lydia plötzlich wieder ein ungutes Gefühl hat. Kurze Zeit später sehen sie Emilia mit einem wesentlich jüngeren Mann in enger Umarmung im dunkeln am Meer entlang spazieren.

Emilia schenkt Lydia als Ersatz ein nagelneues Auto. Lydia, ihre Eltern und Mark sind „baff“. Irgendwie wirkt dies überanstrengt. Kurze Zeit später wird Lydia von Emilia zum essen eingeladen, aber als Lydia an der Villa ankommt findet sie Emilia im sterben liegend. Ein Aneurysma, wie sich später herausstellt. Ihre Mutter kommt ihr zu Hilfe, und als Emilia weggebracht wird, durchsuchen sie die Wohnung nach Hinweisen auf Angehörige. Sie finden nur eine verschlossene Tür im Keller, vor der Lydia fast zusammenbricht, weil „böse Schwingungen“ davon ausgehen. Lydia nimmt ein altes Buch mit, dass ihr auffällt und liest so Abends eine Sage von den Squamisch vom „Gott und Schatten Masau“. Das ist unheimlich.

Mark, Lydia und ihre Mum müssen nochmal in Emilias Villa, um verschiedene Dinge mit der Beerdigung zu klären. Sie öffnen die geschlossene Tür im Keller und Lydia wird ob des Geruches fast ohnmächtig. Sie finden aber nur verschiedene Pässe mit verschiedenen Namen von Lydia und ein Gewehr. Emilias richtiger Name war Carla Gimenez. Alle machen sich ihre Gedanken, ob Emilia eine Verbrecherin war. Sie rufen die Polizei, die alles beschlagnahmt.

Der Tag von Emilias Beerdigung ist auch eine Wende in der Geschichte. Ein absonderlicher bekannter Anwalt taucht auf, und beeinflusst mental Lydias Eltern. Sie fahren alle zu Emilias Villa, weil der Anwalt dort noch etwas holen will. Nur Lydia widersteht nichtsahnend den mentalen Angriff, und zeigt dem Anwalt den leer geräumten Kellerraum. Der Anwalt wird sehr wütend und veschwindet aufgebracht. Lydias Eltern sind wie parallelisiert, sehr müde und kaum ansprechbar. Lydia bringt sie nach Hause, am nächsten Tag erinnern sie sich an nichts.

Mittlerweile häufen sich nebenbei auch die Fälle von toten Rehen, Hunden und sogar einem Pferd. Allen wird die Kehle durchgeschnitten, in den Hinterlauf geschossen und bei allen ist kein Blut zu finden.

Ein Besuch bei ihrer Großmutter bringt sich nicht weiter. Sie erzählt alles, auch vom Anwalt und der starken Benommenheit ihrer Eltern. Ihre Großmutter ist sehr besorgt. Auf dem Heimweg kommt Lydia wieder in einen schweren Regenschauer, und obwohl ihr neuer Wagen nun die Regenmassen mit dem Scheibenwischer fast beiseite schieben kann, ist die Sicht so schlecht, dass sie auf einem Parkplatz anhält und dort den PickUp von Emilia sieht, der als gestohlen gemeldet wurde.

Ganz ehrlich, ich wäre da nicht ausgestiegen und ich bin mir auch nicht sicher, ob es glaubwürdig ist, dass Lydia dort aussteigt. Sie tut es jedenfalls und findet im Wald vergraben einen Mann, der nach Rosen duftet und ihren Namen kennt, jedoch schwer verletzt ist. Sie nimmt ihn mit nach Hause, wo er sehr schnell wieder auf dem Wege der Besserung ist.

Er heißt Jack Valentine und Lydias Mutter meint, er hätte eine extreme Lichtallergie, die diese schrecklichen Hautverbrennungen verursacht haben könnte. Am nächsten Morgen ist er verschwunden.

Lydia erzählt ihrer Grandma davon und diese erzählt ihr nun die Wahrheit, die Wahrheit über Vampire/Boten der Finsternis/Schatten und Wächter. Lydia und Grandma gehörten zu den Wächtern. Am selben Abend erscheint Jack Valentin bei Lydia im Zimmer und erklärt ihr, dass sie die Haupterbin von Emilia ist. Emilia war seine menschliche Gefährtin. Auch Jack Valentin versucht, Lydia mental zu beeinflussen, das gelingt ihm aber nicht (ganz). Er erzählt ihr dann, wie er und Emilia sich kennen gelernt haben und wie er zum Vampir wurde. Das ist etwas kompliziert, am besten selber lesen. Jedenfalls will sich Jack Valentin jetzt mit Lydias Grandma treffen, um sie um Schutz zu bitten. Dies ist eigentlich paradox, weil Wächter keine Vampire beschützen sondern eher die Menschen vor Vampiren beschützen. Lydia arrangiert ein Treffen und es kommt zu einem Kompromiss, an der auch die Königin der Vampire beteiligt ist. Der menschliche Gefährte ist übrigens der Anwalt, der Lydias Familie beeinflusst hatte.

Die Lage spitzt sich immer mehr zu. Herr Merger, der auf der Bank gearbeitet hat, wird zusammen mit seiner Frau ermordet gefunden, zugerichtet ebenso wie die Tiere die bis dahin gefunden wurden.

Lydia erzählt Mark von den Vampiren, er glaubt ihr aber nicht. Er scheint irgendwie andere Probleme zu haben. Lydia und Mark entzweien sich etwas, und diese Gelegenheit nutzt Jack Valentine, der sich in Lydia verliebt hat. Das war für mich nicht glaubwürdig, da er ja eigentlich immer noch um Emilia trauerte.

Nach einem Kuss mit Jack Valentine wird Lydia ohnmächtig und kann sich später an nichts erinnern, was nach dem Kuss geschah. Die Auflösung wird auch etwas hinausgezögert, so dass der Leser mit Spannung weiterliest.

Lydia fährt wieder zu Mark, dessen Vater sich nun von seiner Mutter scheiden lassen will und ein ganz anderer Mensch geworden ist. Das kommt allen merkwürdig vor und paar Tage später, als sie sich so einiges zusammenreimen können, fahren sie in die Klinik. Auch dort geschieht merkwürdiges, die Klinik ist verwaist und die Patienten sind auf einer Exkursion. Lydia und Mark folgen den Hinweisen und gelangen im Wald zu einem Ritualsplatz für Vampir-Bindungen/Paarungen. Dort sehen sie auch Marks Vater, der von einer Vampirin gebissen wurde und nun von ihr kontrolliert wird. Plötzlich erscheint eine weitere bösartige Flug-Vampirin, es kommt zu einem Kampf und Mark wird von ihr gebissen.

Trotz dass sie Mark direkt zu Grandma schaffen, gelingt keine Heilung. Mark ist nun ein Vampir.

Der Schluss ist dann ziemlich turbolent, Mark will Lydia töten, Jack Valentine sucht bei den freien Vampiren ebenfalls Schutz, es gibt mehrere Mordanschläge auf Lydia und eine unverhoffte Rückverwandlung von Mark. Es gibt zudem jede Menge Verdächtige, und am Schluss kommt heraus, wer hinter all dem wirklich steckt.

Nachdem alle Kämpfe überstanden sind, die Vampire und Wächter zusammen arbeiten, finden auch Mark und Lydia wieder zusammen, auch wenn der Schluss nicht so ganz eindeutig ist.

Deswegen habe ich gegoogelt, um evtl. zu schauen, ob es einen weiteren Band gibt.

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