Berg, Ellen – Ich will es doch auch

Berg, Ellen Ich will es doch auch 978-3-7466-3076-2 Aufbau Taschenbuch

Berg, Ellen
Ich will es doch auch
978-3-7466-3076-2
Aufbau Taschenbuch

Inhalt:

Charlotte ist Ärztin, hat einen tollen Job, eine tolle Wohnung, tolle Freunde – nur leider keinen Mann. Und das mit 39! Langsam wird es eng. Da taucht plötzlich Uwe auf, der attraktive, aber ziemlich ungehobelte Klempner. Geht gar nicht. Tja, geht doch! Denn Hals über Kopf verliebt sich Charlotte in sein umwerfendes Lächeln und seine unkonventionelle Art: Buletten zum Frühstück, Tanzen im Regen, Poolbillard in düsteren Kneipen. Charlotte ist selig, ihr Umfeld entsetzt. Downdating? Das kann doch nichts werden! Was willst du denn mit dem? (Quelle Aufbau Verlag ATB)

Meine Meinung:

Zunächst einmal – Titel und Cover (Winterbild) passen nicht zur Geschichte, obwohl die die Frau mit Netz auf Männerfang nach längerem Nachdenken wohl als eine witzige Anspielung auf das Hauptthema der Geschichte verstanden werden kann: Der Single-Status der 39jährigen Charlotte, Akademikerin, und ihrer Umgebung die dauernd bestimmend in ihr Leben eingreift.

Charlotte ist Kardiologin, wiegt 80kg, hat eine zweckmäßige nach klaren Richtlinien leblos ausgestatte Wohnung und hat ihren Tagesablauf dank effizienter Zeitplanung immer im Griff. Sie ist schon ein wenig merkwürdig, um nicht zu sagen autistisch ausgeprägt: sie mag keine Berührungen (sie ist Ärztin !!), sie mag keine großen Menschenansammlungen, keine großen Räumen/Hallen, sie liebt Statistiken, alle Möbel müssen im rechten Winkel stehen, sie hat eine zweckmäßige-praktische-schnörkellose-patente Garderobe: 5 schwarze Hosenanzüge und 20 Blusen damit sie morgens nicht über ihre Kleidung nachdenken muss. Ihre Eltern wollen sie standesgemäß akademisch verheiraten, ihre Freundin ist zugleich auch ihre beste Feindin die ihr den letzten Lover weggeschnappt hat.

Charlotte ist gesellschaftlich nur in gehobenen Kreisen unterwegs, bis sie sich zufällig in einen Klempner verliebt, der „aus der unteren Etage der Gesellschaft“ kommt. Daraus ergibt sich ein Problempotenzial zum Thema „Downdating“, kein Klischee wird ausgelassen.

Fazit:

Ich mag ja auch manchmal leichte Lektüre für so für zwischendurch, aber diese hier hat mich nicht überzeugt. Nichts desto trotz, lässt sich die Geschichte schnell und leicht lesen. Das Thema Downdating fand ich interessant, aber in dieser wohl bewusst sehr leichten Lektüre nicht nachhaltig umgesetzt, sondern eher etwas um es locker als Sommerlektüre wegzulesen. Leider konnte ich mich auch mit der recht flapsigen und öfter auch hölzernen Umgangssprache nicht so richtig anfreunden.

Die Geschichte verführt mich nicht dazu, weitere Bücher von Ellen Berg zu lesen.

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